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Pflegezeitschrift

, Volume 71, Issue 11, pp 43–43 | Cite as

Studie zeigt Defizite

Die Mehrheit sieht einen Pflegenotstand
  • Springer Medizin
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Überlastete Pflegekräfte, überforderte Politiker — 87% der Bundesbürger sieht den Pflegenotstand erreicht. 90% werfen der Bundesregierung vor, die Probleme jahrelang vor sich hergeschoben zu haben. Dass sich die Politik ausreichend um das Thema Pflege kümmert, findet nur ein Fünftel der Bundesbürger. Dies sind Ergebnisse einer repräsentativen Befragung zur Pflegesituation in Deutschland im Auftrag von STEGdoc/STEGmed.

Mehr als die Hälfte der Befragten bezeichnet das deutsche Gesundheitssystem als generell gut organisiert. Vom deutschen Pflegesystem sagt das allerdings nur ein Drittel. Neun von zehn Deutschen wünschen sich deshalb mehr staatliche Aufsicht: Aus ihrer Sicht sollten Pflege- und Gesundheitsleistungen durch private Einrichtungen besser kontrolliert werden. Das Urteil der Deutschen über die Situation der Pflegekräfte ist eindeutig: Sie sind überlastet und unterbezahlt. 73% fordern daher auch dringend, dass der Mindestlohn für diese Berufsgruppe angehoben wird.

Verbesserungen würde auch ein Image-Wandel bringen. 69% sind der Meinung, dass das Ansehen dieses Berufs steigen muss. Mehr Wertschätzung für die Arbeit am Bett könnte die Pflege attraktiver machen. Zu mehr Qualität würden bessere Möglichkeiten der Weiterbildung führen, denkt mehr als die Hälfte der Befragten.

Für die repräsentative Befragung zu Pflegesituation in Deutschland 2018 wurden im Juli 2018 insgesamt 1.022 Bundesbürger online befragt.

Literatur

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© Springer Medizin Verlag GmbH, ein Teil von Springer Nature 2018

Authors and Affiliations

  • Springer Medizin

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