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Pflegezeitschrift

, Volume 71, Issue 9, pp 3–3 | Cite as

Liebe Leserinnen und Leser,

  • Springer Medizin
Editorial
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man kann ohne Liebe Holz hacken, Ziegel formen, Eisen schmieden. Aber man kann nicht ohne Liebe mit Menschen umgehen. Ob dem Schriftsteller Leo Tolstoi, dem dieser Ausspruch zugeschrieben wird, klar war, wie nah er damit am Thema Management und Führung und im Besonderen an der Pflege war? Vielleicht nicht. Doch dieser Satz scheint immer wieder auf. Denn Personal ist eines der beherrschenden Themen in der Pflege. Führungskräfte sind gefordert, neues Personal zu finden, vorhandene Mitarbeiter zu binden und ihnen die Möglichkeit zu geben, ihre Kenntnisse und Fähigkeiten zu entwickeln.

Was zeichnet gute Führung aus? Die Gesundheit von Mitarbeitern gezielt zu fördern und Belastungen abzubauen, ist gerade in der Pflege ein überzeugender Ansatz, wie Alexander Purbs, Marie Louise Posdzich und Prof. Dr. Karlheinz Sonntag erläutern (Seite 10). Für Stressreduktion als Instrument der Personalentwicklung plädiert auch Prof. Dr. Renate Tewes und beschreibt, wie das in der Praxis funktionieren kann (Seite 29). Und die handelnden Personen? „Leadership“ ist eine persönliche Haltung, meinen Dunja Golombek und Marcus Dangel (Seite 34). Das Fazit — nicht nur dieser Ausgabe — lautet jedenfalls: Führung ist gut, wenn sie wirksam ist. So fassen es Kristin Dittrich, Karin Mattern und Jana Luntz bestechend pointiert zusammen. Was sie in ihrer Klinik dafür getan haben, lesen Sie ab Seite 59.

Von den Beschäftigten in der Pflege geht der Blick zu den Pflegebedürftigen: In Deutschland leben aktuell rund 1,6 Millionen Menschen mit Demenz — Tendenz steigend. Dabei kommen auf eine erkrankte Person nach Einschätzung unserer Autoren ca. zehn Mitbetroffene. Die Versorgung von Menschen mit Demenz ist daher (mehr als) eine multiprofessionelle Aufgabe — sie ist eine nationale Herausforderung. Dr. Klaus Pöschel und Dr. Stefan Spannhorst beschreiben, wie die komplexen demenzversorgungssensitiven Bedarfslagen aussehen und dass es darauf ankommt, dass alle Beteiligten zusammen spielen. Fakten, die für sich sprechen.

Eine inspirierende Lektüre wünscht Ihnen

Ihre

Sabine M. Kempa

Mein Herz, dein Herz

... unter diesem Motto steht der Welt-Herz-Tag am 29. September. Und er will zu einem Versprechen anregen: dem Versprechen, gesünder zu kochen und zu essen, sich mehr zu bewegen, aktiver im Alltag zu sein, mit dem Rauchen aufzuhören und/oder anderen zu helfen, solche Versprechen einzulösen. Die Kampagne soll darüber informieren, was jeder Einzelne tun kann, um Risiken für eine Herz-Kreislauf-Erkrankung oder einem Schlaganfall vorzubeugen.

© World Heart Federation

Der Weltherztag ist eine Initiative der World Heart Federation (WHF), in der sich die Herzstiftungen und kardiologischen Fachgesellschaften von mehr als 100 Ländern zusammengeschlossen haben. Die Interessen von Deutschland werden von der Deutschen Herzstiftung e. V. vertreten.

Kleiner Ausblick: Schwerpunktthema in der nächsten Ausgabe der Pflegezeitschrift ist Kardiologische Pflege.

Literatur

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