Mediennutzung und chronisches Erschöpfungssyndrom
- 181 Downloads
Julia Stüwe und Sander Groeneweg sind die neuen Promotionsstipendiaten der Deutschen Stiftung für junge Erwachsene mit Krebs. Am 3. März 2017 übergab der Kuratoriumsvorsitzende Prof. Dr. med. Mathias Freund während der diesjährigen DGHO-Frühjahrstagung in Berlin die Urkunden an die Germanistin/Kommunikations- und Medienwissenschaftlerin der Universität Rostock und den Medizinstudenten der Universität zu Lübeck. „Mit dem Stipendium für Julia Stüwe können wir erstmals ein Promotionsprojekt zur Mediennutzung junger Krebspatienten fördern“, erklärt Freund. „AYAs Online“ ist der Titel ihrer Arbeit. Sander Groeneweg widmet seine Forschungsarbeit dem Thema „Chronisches Erschöpfungssyndrom junger Erwachsener nach pädiatrischer Krebserkrankung („post cancer Fatigue“): Veränderungen der Ruhenetzwerke“.
(v. l. n. r.: Michael Oldenburg, Vorstand der Deutschen Stiftung für junge Erwachsene mit Krebs, Prof. Dr. med. Carsten Bokemeyer, Geschäftsführender Vorsitzender der DGHO Deutsche Gesellschaft für Hämatologie und Medizinischen Onkologie e. V., Sander Groeneweg, Stipendiat, Julia Stüwe, Stipendiatin, Prof. Dr. med. Mathias Freund, Kuratoriumsvorsitzender der Deutschen Stiftung für junge Erwachsene mit Krebs)
© Marc Volk
Die Doktoranden werden zunächst für ein Jahr mit insgesamt 10.000 Euro unterstützt. „Die jährlich ausgeschriebene Wissenschaftsförderung unserer Stiftung richtet sich an Akademiker und Absolventen deutscher Universitäten und Hochschulen, die zum Themenkomplex ‚Junge Menschen mit Krebs im Alter von 18 bis 39 Jahren‘ forschen. Dabei möchten wir nicht nur Mediziner ansprechen, sondern auch Wissenschaftler anderer Fachrichtungen. Bewerbungen aus den Bereichen der Sozial-, Kommunikations- oder Rechtswissenschaften sind uns ebenfalls willkommen“, so Michael Oldenburg, Vorstand der Stiftung. Etwa 15.000 aller jährlich neu diagnostizierten Krebspatienten sind zwischen 18 und 39 Jahre alt.
Die Deutsche Stiftung für junge Erwachsene mit Krebs vergab in den vergangenen zwei Jahren bundesweit bereits fünf Promotionsstipendien an junge Wissenschaftler. Gegründet wurde sie im Juli 2014 von der DGHO Deutsche Gesellschaft für Hämatologie und Medizinische Onkologie e. V. Ihre Arbeit ist als gemeinnützig anerkannt und wird ausschließlich über Spenden finanziert. Weitere Stiftungsprojekte, die teils in enger Zusammenarbeit mit den jungen Patienten, Fachärzten und anderen Experten entwickelt wurden, bieten direkte und kompetente Unterstützung für die Betroffenen in ihrem Alltag mit der schweren Erkrankung.
