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Orthopädie und Unfallchirurgie

, Volume 9, Issue 1, pp 29–29 | Cite as

„Wir brauchen die Endoprothetik!“

  • Susanne Herda
Aus unserem Fach Qualität und Sicherheit

Die AE — Deutsche Gesellschaft für Endoprothetik lud am 29. November 2018 Medienvertreter anlässlich ihres Jahreskongresses ins Haus der Bundespressekonferenz nach Berlin ein. Was von langer Hand geplant war, traf terminlich nun unerwartet ins Schwarze. Denn kurz zuvor veröffentlichte das Internationale Netzwerk von investigativen Journalisten (ICIJ) Rechercheergebnisse zu den Folgen der Verwendung fehlerhafter Medizinprodukte.

Unter dem Titel „Endoprothetik auf der Suche nach Perfektion“ berichteten AE-Experten auf der Pressekonferenz zu den Themen Implantatmaterialien, Fast-Track-Methoden, minimalinvasive Operationen, Wechsel-OP und die Knieprothese von morgen. Dabei benannten sie die Kriterien einer sicheren und qualitätsvollen Versorgung von Patienten mit Gelenkverschleiß. Eine der Botschaften lautete: „Wir brauchen die Endoprothetik für die alternde Gesellschaft“. Dazu die Forderungen:
  • Verbindliche Teilnahme aller Endoprothetiker am Endoprothesenregister Deutschland (EPRD)

  • Mindestmengen für Operateure

  • Streng wissenschaftlicher Umgang mit Innovationen

Auch „Implant Files“ dürften zwei Seiten einer Medaille haben: Einerseits führte die Berichterstattung einmal mehr zu einer Verunsicherung der Patienten. Andererseits erzeugte das Thema eine solch große Aufmerksamkeit, bei der die Qualitätsinitiativen EndoCert® und EPRD an Sichtbarkeit gewonnen haben.

Vielleicht ein Türöffner, um auch bei den politischen Akteuren mehr Gehör zu finden. Denn Qualität und Sicherheit haben ihren Preis.

Medienberichte: www.dgou.de/Pressepsiegel

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© Springer Medizin Verlag GmbH, ein Teil von Springer Nature 2019

Authors and Affiliations

  • Susanne Herda
    • 1
  1. 1.BerlinDeutschland

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