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Orthopädie und Unfallchirurgie

, Volume 9, Issue 1, pp 30–30 | Cite as

Registereinträge werden einfacher

Arthroskopie- und Knorpelregister auf gemeinsamer Plattform
  • Susanne Herda
  • Swetlana Meier
Aus unserem Fach Qualität und Sicherheit

Das DART der DART gGmbH und das KnorpelRegister DGOU haben zukünftig eine gemeinsame Plattform. Zuvor wurden Behandlungsdaten von Arthroskopien an Knie, Schulter und Hüfte sowie Operationen zur Behandlung von Knorpelschäden auf zwei unterschiedlichen Plattformen erfasst. Ab sofort ist nur noch ein Zugang für beide Register notwendig.

Eine gemeinsame Plattform soll die Datenerfassung für Ärzte, Praxen und Kliniken erleichtern, die sowohl beim DART als auch beim KnorpelRegister DGOU aktiv sind. Zudem erhoffen sich die Initiatoren von der verbesserten Nutzerfreundlichkeit der kostenfreien Plattform einen weiteren Zuwachs an Teilnehmern. Mit höheren Registerfallzahlen soll die Qualitätssicherung und Forschung von gelenkchirurgischen Eingriffen weiter ausgebaut werden.

Therapienutzen besser messen

Im 2013 gegründeten KnorpelRegister DGOU sind inzwischen Behandlungsdaten von über 6.000 Patienten gelistet. Das 2016 gestartete DART führt Daten von über 250 Arthroskopien. Beide Register bilden zusammen eine bisher weltweit einmalige Fallsammlung für den Bereich minimalinvasive Gelenkoperationen. Erfasst werden die Erkrankung oder Verletzung, Gelenkbefund und operatives Vorgehen. Darüber hinaus sind das Behandlungsergebnis und postoperative Komplikationen von Bedeutung — die Datenerhebung ist bis auf zehn Jahre angelegt. Beteiligt sind auch die Patienten selbst, die Fragen zur Gelenkfunktion und Lebensqualität beantworten können. Ziel der Forschungsaktivitäten ist es, Verfahren zur Reparatur von Knorpelschäden zu verbessern und den Therapienutzen von Arthroskopien — etwa um einen gerissenen Meniskus zu nähen oder ein verletztes Kreuzband im Knie durch eine körpereigene Sehne zu ersetzen — besser messen zu können.

Prof. Dr. Philipp Niemeyer, Leiter der DGOU-AG Klinische Geweberegeneration und Vertreter der Gesellschaft für Arthroskopie und Gelenkchirurgie (AGA) im DART sagt: „Die Nutzung der identischen Technik erleichtert die Registerarbeit und hilft Ärzten, Zeit in ihrem beruflichen Alltag zu sparen. Wir glauben, dass das die Attraktivität beider Register weiter erhöht und somit für die Qualitätssicherung und wissenschaftliche Studien vorteilhaft ist.“

Zwei mit nur einem Login

Das KnorpelRegister DGOU wird auf der neuen DART-Plattform weitergeführt. Ärzte können nun mit nur einem Login sowohl Arthroskopien als auch knorpelchirurgische Eingriffe registrieren. Die Verantwortung für die wissenschaftliche Datenauswertung von Patienten mit knorpelregenerativen Eingriffen verbleibt bei der AG Klinische Geweberegeneration.

PD Dr. Ralf Müller-Rath, Geschäftsführer der DART gGmbH und Vorsitzender des Berufsverbandes für Arthroskopie (BVASK) sagt: „Mit dem Zusammengehen schaffen wir die weltweit größte Plattform für Outcome-Forschung und Qualitätssicherung mithilfe patientenbezogener Parameter in O und U. Das Knorpelregister ist etabliert und hat bereits gezeigt, dass Ärzte und Patienten in hohem Maße bereit sind, Daten zu erfassen, um unsere chirurgische Versorgungsqualität abzubilden. Der Umzug auf die DART-Plattform wird dem Arthroskopieregister nun zusätzliche Impulse geben.“

PD Dr. Oliver Miltner, Vorsitzender des DART-Registerkomitees bei der Gesellschaft für Orthopädisch-Traumatologische Sportmedizin (GOTS) ergänzt: „Die Kooperation zwischen KnorpelRegister DGOU und DART stellt einen wichtigen Schritt in der Versorgungsforschung dar. Ärzte und Patienten werden davon in gleicher Weise profitieren.“

Registrierung unter: www.knorpelregister-dgou.de oder www.arthroskopieregister.de

Susanne Herda

© S. Herda

Swetlana Meier

© S. Meier

Copyright information

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Authors and Affiliations

  • Susanne Herda
    • 1
  • Swetlana Meier
    • 1
  1. 1.BerlinDeutschland

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