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Orthopädie und Unfallchirurgie

, Volume 8, Issue 4, pp 58–58 | Cite as

10. DGOOC-Schulter-Kurs in Berlin

Praktisches Arbeiten unter den Studierenden hoch im Kurs

  • Marios Loucas
  • Rafael Loucas
Aus den Verbänden DGOOC
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Vom 19. bis 21. April 2018 fand der 10. DGOOC-Schulter-Kurs in Berlin statt. Unter der Leitung von Prof. Dr. Andreas B. Imhoff, München, und Prof. Dr. Markus Scheibel, Berlin, erlebten die Teilnehmer drei interessante und vor allem lehrreiche Tage zum orthopädisch-operativen Themenbereich rund um das Schultergelenk. Neben zahlreichen Vorträgen standen insbesondere praktische Übungen auf dem Programm. Ein absolutes Highlight war die Durchführung verschiedener Schulteroperationen an Humanpräparaten.

Die Veranstaltung begann mit einem ersten theoretischen Teil. Hier wurden die Grundlagen zur Schulteranatomie und Untersuchung des Schultergelenkes sowie auch die verschiedenen Schulterpathologien und deren Therapieoptionen durch kurze, prägnante Vorträge aus der Sicht erfahrener Schulterchirurgen erläutert. Nach den theoretischen Grundlagen durften die Teilnehmer selbst Hand anlegen und ihre praktischen Fertigkeiten verbessern. Hierbei wurden die verschiedenen Knoten- und Ankertechniken vorgestellt und geübt.

Schulterinstabilitäten

Nachfolgend ging es weiter mit Vorträgen rund um die Schulterinstabilitäten, deren Therapiealgorithmus und Versorgungstechniken. Den Abschluss dieses hochinteressanten und spezialisierten ersten Tages bildete der letzte Praxisteil an Humanpräparaten: Hier konnten die Teilnehmer in Kleingruppen die arthroskopische Akromioplastik, subakromiale Dekompression sowie auch eine inferiore Schulterstabilisierung unter detaillierter Anleitung eines erfahrenen Instruktors eigenständig durchführen. Einen Tag später widmete man sich der Schulterinstabilität und Rotatorenmanschettenläsionen, wobei die verschiedenen Pathologien der Rotatorenmanschette, die Bildgebung von RM-Läsionen und deren Therapiemöglichkeiten aus der Sicht renommierter Schulterchirurgen dargestellt wurden.

Den äußerst informativen Theorieblöcken folgte wieder ein ganz besonderer Praxisteil: An Humanpräparaten hatten die Teilnehmer die Gelegenheit, das erworbene Wissen der aktuellen Versorgungsprinzipien in der Schulterarthroskopie direkt anzuwenden. LBS-Tenodese und RM-Rekonstruktion wurden in Kleingruppen durchgeführt.

Die AGA-Studierenden Markus Hahnke, Marios Loucas, Rafael Loucas (v. li.) beim 10. Schulter-Kurs in Berlin.

© M. Loucas

Gelenkersatz

Weitere Kursschwerpunkte waren die Schulterendoprothetik, die verschiedenen Pathologien am Ellenbogen und deren Versorgungsprinzipien, mit Fokus auf die Indikationsstellung zum Gelenkersatz, die Prothesenplanung und Revisionschirurgie in der Schulterendoprothetik. Erfahrene Operateure gaben zahl- und hilfreiche Tipps und Tricks zu den neuesten etablierten Verfahren der Endoprothetik an die Teilnehmer weiter. Dann wurden die Arthroskope zur Seite gelegt, um eigenhändig eine anatomische und eine inverse Schulterprothese vor Ort implantieren zu können.

Zuletzt möchten wir uns recht herzlich im Namen der AGA-Studierenden bei Kerstin Neben von der Akademie Deutscher Orthopäden (ADO) für die ausgezeichnete Organisation des Kurses bedanken sowie dafür, dass wir als Studenten ausnahmsweise an diesem Kurs teilnehmen durften. Ebenso möchten wir uns bei der AGA-Gesellschaft für Arthroskopie und Gelenkchirurgie, bei Prof. Dr. Andreas B. Imhoff, Prof. Dr. Markus Scheibel und Dr. Felix Dyrna aus München sowie bei allen Instruktoren für die wissenschaftliche Leitung bedanken.

Copyright information

© Springer Medizin Verlag GmbH, ein Teil von Springer Nature 2018

Authors and Affiliations

  • Marios Loucas
    • 1
  • Rafael Loucas
    • 1
  1. 1.AGAUniversitätsmedizin MainzMainzDeutschland

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