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Orthopädie und Unfallchirurgie

, Volume 8, Issue 4, pp 51–51 | Cite as

Deutsche Gesellschaft für Handchirurgie e. V.

„HandTraumaRegister DGH“ gestartet

  • Springer Medizin
Aus den Verbänden DGOU
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Auf Initiative der Deutschen Gesellschaft für Handchirurgie e. V. (DGH) ist im März dieses Jahr das „HandTraumaRegister DGH“ zur Erfassung von (schweren) Handverletzungen gestartet. Die strukturierte Aufzeichnung von Handverletzungen in Deutschland soll durch Sammlung von Verletzungs- und Versorgungsdaten zum klinischen Fortschritt sowie zur Qualitätssicherung beitragen.

Herausforderungen in der Versorgung besser erkennen

Die menschliche Hand ist ein hochkomplexes System aus zahlreichen Knochen, Gelenken, Sehnen, Nerven und Blutgefäßen, das differenzierte Bewegungen und Funktionen ermöglicht, deren Wiederherstellung nach Verletzungen höchste Ansprüche an Chirurgen stellt. Das bundesweite HandTraumaRegister DGH wurde auf den Weg gebracht, um alle relevanten Verletzungen nach Art, Umfang und operativer Wiederherstellung zu erfassen, und um die Art und Qualität der Versorgung zu dokumentieren. Es soll langfristig dazu beitragen, die Versorgungsqualität zu verbessern, indem Herausforderungen in der Versorgung besser erkannt werden. Die Eingabe in das Register erfolgt webbasiert durch Ärzte des behandelnden Krankenhauses. Dabei werden Daten wie der Verletzungszeitpunkt, der Verletzungsmechanismus, die Verletzungsart, die Art der Versorgung und das Anästhesieverfahren verschlüsselt erfasst. An detailgetreuen Abbildungen der Hand können per Mausklick alle verletzten Strukturen dargestellt und genau erfasst werden. Zunächst sollen die so gewonnenen Informationen in einer umfangreichen Datenbank gesammelt werden, um sie, sobald ausreichend Zahlen zur Verfügung stehen, im Hinblick auf unterschiedliche Fragestellungen auszuwerten.

Mitwirkung erwünscht!

Alle Kliniken, die stationäre handchirurgische Versorgungen durchführen, können an dem Register mitwirken. Dazu ist eine Anmeldung erforderlich, die von der DGH auf Vorliegen der nötigen Voraussetzungen überprüft wird. In einer ersten Abfrage haben sich bereits 50 Kliniken bereit erklärt, an dem Register mitzuarbeiten und die Daten einzugeben, sodass eine deutschlandweite Erfassung flächenhaft gegeben ist. In dem Register werden von diesen Kliniken alle Patienten erfasst, die innerhalb von zwei Wochen nach der Handverletzung einer operativen Versorgung bedurften, und bei denen die Operation anhand des Operationen- und Prozedurenschlüssels (OPS) des Deutschen Instituts für medizinische Dokumentation und Information (DIMDI) dokumentiert wurde.

Das HandTraumaRegister DGH wird im Auftrag der DGH von der Akademie für Unfallchirurgie GmbH (AUC) betrieben.

Weitere Informationen unter: www.handtraumaregister-dgh.de

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