Advertisement

Subsidiarität als Legitimationssemantik katholischer Akteure im deutschen Wohlfahrtsstaat

  • Karl GabrielEmail author
Artikel
  • 11 Downloads

Zusammenfassung

Unbestritten gehört der Rekurs auf das Subsidiaritätsprinzip zu den Besonderheiten des deutschen Wohlfahrtsstaats. Methodisch an einer wissenssoziologischen Diskursanalyse orientiert, rekonstruiert der folgende Beitrag die Bedeutung der Subsidiaritätsdiskurse für die Entwicklung des deutschen Wohlfahrtsstaats von den Anfängen im Kaiserreich bis in die Gegenwart. Es lässt sich zeigen, dass katholische sozialpolitische Akteure sich wissenspolitisch des Subsidiaritätsprinzips bedienten, um Ordnungsvorstellungen des Katholizismus im deutschen Wohlfahrtsstaat wirksam werden zu lassen. Trotz ihrer Minderheitenposition in der deutschen Gesellschaft und gegen den Trend der Säkularisierung gelang es den katholischen sozialpolitischen Akteuren, materielle wie institutionelle Subsidiarität im deutschen Wohlfahrtsstaat zu verankern. Unter sehr unterschiedlichen politisch-gesellschaftlichen Konstellationen bildete der katholisch geprägte Subsidiaritätsdiskurs eine Kontinuitätslinie der deutschen Sozialpolitik. Heute legitimiert der Subsidiaritätsgedanke sowohl den Rückbau des Wohlfahrtsstaats wie auch seinen Umbau in Richtung eines aktivierenden Wohlfahrtsmixes.

Schlüsselwörter

Subsidiarität Diskursanalyse Katholizismus Wohlfahrtsverbände Korporatismus 

Subsidiarity: legitimating semantics of catholic actors in the German welfare state

Abstract

It is uncontested in research on welfare states, that the principle of subsidiarity is one of the distinctive features of the German welfare state. Based on a sociology of knowledge discourse analysis, the contribution examines the role of discourses on subsidiarity for the development of the German welfare state from its beginnings in the 19th century until today. It argues that catholic socio-political actors made use of the principle of subsidiarity to implement their ideas of order in the German welfare state. In spite of their minority position in German society and against the general trend towards secularisation, the catholic actors succeeded in the integration of material and institutional subsidiarity in the German welfare state. In very different political and societal constellations, the catholic discourse on subsidiarity is one of the lines of continuity in social policy in Germany. Today, the idea of subsidiarity legitimises the reduction of the welfare state as well as its transformation towards an activating welfare mix.

Keywords

Subsidiarity Discourse analysis Catholicism Welfare organisation Corporatism 

Literatur

  1. Achinger, Hans. 1953. Soziale Sicherheit. Eine historisch-soziologische Untersuchung neuer Hilfsmethoden. Stuttgart: Friedrich Vorwerk.Google Scholar
  2. Änderungsanträge aller Fraktionen zu den §§ 10, 86 BSHG, abgedruckt in Subsidiarität heute, Hrsg. Münder, Johannes und Dieter Kreft. 1990, 134–145. Münster: Votum Verlag.Google Scholar
  3. Boeßenecker, Karl-Heinz, und Michael Vilain. 2013. Spitzenverbände der Freien Wohlfahrtspflege. Einführung in die Organisationsstrukturen und Handlungsfelder sozialwirtschaftlicher Akteure in Deutschland, 2. Aufl., Weinheim: Beltz.Google Scholar
  4. Böhme, Marcus. 2002. Der Verband ‚Arbeiterwohl‘ und die Arbeiterfrage. Geschichte, Sozialpolitik und Wohlfahrtspflege des ‚Verbands katholischer Industrieller und Arbeiterfreunde‘ (1880–1920). Theol. Diss. Paderborn.Google Scholar
  5. von Brentano, Clemens. 1831. Die Barmherzigen Schwestern in Bezug auf die Armen- und Krankenpflege – nebst einem Bericht über das Bürgerhospital in Coblenz und erläuternden Beilagen, zum Besten der Armenschule des Frauenvereins in Coblenz. Coblenz: Hölscher.Google Scholar
  6. Buck, Gerhard. 1983. Die Entwicklung der freien Wohlfahrtspflege von den ersten Zusammenschlüssen der freien Verbände im 19. Jahrhundert bis zur Durchsetzung des Subsidiaritätsprinzips. In Geschichte der Sozialarbeit. Hauptlinien ihrer Entwicklung im 19. und 20. Jahrhundert, Hrsg. Rolf Landwehr, Rüdiger Baron, 139–172. Weinheim: Beltz.Google Scholar
  7. Bundesgesetzblatt 1961. Teil I, Nr. 44, Bundessozialhilfegesetz (BSHG) vom 5. Juli 1961. Bonn.Google Scholar
  8. Deutscher Caritasverband (Hrsg.). 1994. Zeit für ein Leitbild. Freiburg im Breisgau: Lambertus.Google Scholar
  9. Ebertz, Michael N. 2017. Die institutionelle Familiensemantik im Katholizismus. In Religion und Wohlfahrtsstaatlichkeit in Deutschland, Hrsg. Karl Gabriel, Hans-Richard Reuter, 217–244. Tübingen: Mohr.Google Scholar
  10. Emunds, Bernhard. 2010. Ungewollte Vaterschaft. Katholische Soziallehre und Soziale Marktwirtschaft. Ethik und Gesellschaft 1/201. http://www.ethik-und-gesellschaft.de/mm/EuG-1-2010_Emunds. Zugegriffen: 15. Mai 2019.Google Scholar
  11. Erbacher, Jürgen (Hrsg.). 2012. Entweltlichung der Kirche? Die Freiburger Rede des Papstes. Freiburg i. Breisgau, Basel, Wien: Herder.Google Scholar
  12. Esping-Andersen, Gösta. 1990. Three worlds of welfare capitalism. Cambridge: Polity Press.Google Scholar
  13. Frie, Ewald. 1997. Zwischen Katholizismus und Wohlfahrtsstaat. Skizze einer Verbandsgeschichte der Deutschen Caritas. In Jahrbuch für Christliche Sozialwissenschaften 38:21–42.Google Scholar
  14. Gabriel, Karl. 2000. Christentum zwischen Tradition und Postmoderne, 7. Aufl., Freiburg im Breisgau, Basel Wien: Herder.Google Scholar
  15. Gabriel, Karl. 2000a. Die religiösen Wurzeln von „dualer“ Wohlfahrtspflege in Deutschland. Das Beispiel des Katholizismus. In In Religion und Politik. Zwischen Universalismus und Partikularismus, Hrsg. Zentrum für Europa- und Amerika-Studien, 203–224. Opladen: Leske + Budrich.Google Scholar
  16. Gabriel, Karl. 2000b. Das Subsidiaritätsprinzip in „Quadragesimo anno“. Zur ideenpolitischen Genese eines Grundbegriffs der katholischen Soziallehre. In Subsidiarität – Strukturprinzip in Staat und Gesellschaft, Hrsg. Anton Rauscher, 13–33. Köln: Bachem.Google Scholar
  17. Gabriel, Karl. 2006. Zwischen Caritas und Sozialpolitik. Franz Hitze, der Verband Arbeiterwohl und die duale Wohlfahrtspflege in Deutschland. In Franz Hitze (1851–1921). Sozialpolitik und Sozialreform, Hrsg. Karl Gabriel, Hermann-Josef Große Kracht, 75–89. Paderborn: Schöningh.Google Scholar
  18. Gabriel, Karl. 2010. Von der Caritas zum sozial-caritativen Handeln der Kirche. Transformationen im Selbstverständnis der Caritas in den 60er Jahren. In Caritas und Diakonie im „goldenen Zeitalter“ des bundesrepublikanischen Sozialstaats. Transformationen der konfessionellen Wohlfahrtsverbände in den 1960er Jahren, Hrsg. Traugott Jähnichen, 56–73. Stuttgart: Kohlhammer.Google Scholar
  19. Gabriel, Karl. 2015. Subsidiarität als Grundbegriff des deutschen Sozialstaats und Gesundheitswesens. In Gesundheitsverantwortung zwischen Markt und Staat. Interdisziplinäre Zugänge, Hrsg. A. Katarina Weilert, 77–90. Baden-Baden: Nomos.Google Scholar
  20. Gabriel, Karl. 2017a. Die Auseinandersetzung um die kapitalistische Wirtschaft in den katholisch-sozialen Diskursen des 19. und 20. Jahrhunderts. Knotenpunkte und Konfliktszenarien. In Religion und Wohlfahrtsstaatlichkeit in Deutschland, Hrsg. Karl Gabriel, Hans-Richard Reuter, 65–100. Tübingen: Mohr.Google Scholar
  21. Gabriel, Karl. 2017b. Subsidiarität als Leitsemantik und Strukturmerkmal des Deutschen Wohlfahrtsstaats. In Religion und Wohlfahrtsstaatlichkeit in Deutschland, Hrsg. Karl Gabriel, Hans-Richard Reuter, 364–395. Tübingen: Mohr.Google Scholar
  22. Gabriel, Karl, und Hans-Richard Hans-Richard Reuter (Hrsg.). 2017. Religion und Wohlfahrtstaatlichkeit in Deutschland. Tübingen: Mohr.Google Scholar
  23. Gabriel, Karl, Hans-Richard Reuter, Andreas Kurschat, und Stefan Leibold (Hrsg.). 2013. Religion und Wohlfahrtsstaatlichkeit in Europa. Tübingen: Mohr.Google Scholar
  24. Gabriel. Karl. 2003. Wohlfahrtsregime und Religion. Der Beitrag des Katholzismus zur dualen Wohlfahrtspflege in Deutschland. In Religion – Staat – Politik, Hrsg. Manfred Brocker, Hartmut Behr, und Mathias Hildebrandt, 187–197. Wiesbaden: Westdeutscher Verlag.Google Scholar
  25. Gatz, Erwin (Hrsg.). 1997. Caritas und soziale Dienste. Geschichte des kirchlichen Lebens in den deutschsprachigen Ländern seit dem Ende des 18. Jahrhunderts. Bd. 5. Freiburg i. Br.: Herder.Google Scholar
  26. Grebing, Helga. 1955. „Brauns, Heinrich“. Neue Deutsche Biographie 2:560–561.Google Scholar
  27. Große-Kracht, Hermann-Josef. 2011. Wilhelm Emmanuel von Ketteler. Ein Bischof in den sozialen Debatten seiner Zeit. Kevelaer: Lahnverlag.Google Scholar
  28. Hansen, Eckhard. 1991. Wohlfahrtspolitik im NS-Staat: Motivationen, Konflikte und Machtstrukturen im „Sozialismus der Tat“ des Dritten Reiches. Augsburg: Maro-Verlag.Google Scholar
  29. Heinze, Rolf G. 1986. „Neue Subsidiarität“ – zum soziologischen und politischen Gehalt eines aktuellen sozialpolitischen Konzepts. In Neue Subsidiarität. Leitidee einer zukünftigen Sozialpolitik, Hrsg. Rolf Heinze, 13–38. Opladen: Leske + Budrich.Google Scholar
  30. Henkelmann, Andreas. 2016. Abschied vom Ehrenamt? Überlegungen zur Entwicklung der Caritas nach dem Abschied vom Milieu. In Ökonomisierung und Säkularisierung. Neue Herausforderungen der konfessionellen Wohlfahrtsverbände in Deutschland, Hrsg. Rauf Ceylan, Michael Kiefer, 123–144. Wiesbaden: Springer VS.Google Scholar
  31. Herzog, Roman. 1966. Art. Subsidiaritätsprinzip. II. Verfassungsrechtlich. In Evangelisches Staatslexikon, 2266–2272. Stuttgart/Berlin: Kohlhammer.Google Scholar
  32. Hitze, Franz. 1921. Kapital und Arbeit und die Reorganisation der Gesellschaft. Nachwort zur gleichnamigen Schrift. Deutsche Arbeit 6:41–70.Google Scholar
  33. Hockerts, Hans Günter. 1980. Sozialpolitische Entscheidungen im Nachkriegsdeutschland. Alliierte und deutsche Sozialversicherungspolitik 1945–1957. Stuttgart: Klett.Google Scholar
  34. Höffner, Josef. 2006a. Eigenverantwortung und Wohlfahrtsstaat. In Josef Höffner (1906–1987): Soziallehre und Sozialpolitik. „Der personale Faktor...“, Hrsg. Karl Gabriel, Hermann-Josef Große Kracht, 129–138. Paderborn: Schöningh.Google Scholar
  35. Höffner, Josef. 2006b. Soziale Sicherheit und Eigenverantwortung. Der personale Faktor in der Sozialpolitik. In Josef Höffner (1906–1987). Soziallehre und Sozialpolitik. „Der personale Faktor...“, Hrsg. Karl Gabriel, Hermann-Josef Grosse-Kracht, 139–155. Paderborn: Schöningh.Google Scholar
  36. Iserloh, Erwin. 1975. Die soziale Aktivität der Katholiken im Übergang von caritativer Fürsorge zu Sozialreform und Sozialpolitik, dargestellt an den Schriften Wilhelm Emmanuel v. Kettelers. Mainz: Grünewald.Google Scholar
  37. Kaiser, Jochen-Christoph. 1989. Die zeitgeschichtlichen Umstände der Gründung des Deutschen Caritasverbands am 9. November 1897. In Lorenz Werthmann und die Caritas, Hrsg. Michael Manderscheid, Hans-Josef Wollasch, 11–29. Freiburg i. Br.: Lambertus.Google Scholar
  38. Kaufmann, Franz-Xaver. 1973. Wissenssoziologische Überlegungen zu Renaissance und Niedergang des katholischen Naturrechtsdenkens im 19. und 20. Jahrhundert. In Naturrecht in der Kritik, Hrsg. Franz Böckle, Ernst-Wolfgang Böckenförde, 126–164. Mainz: Grünewald.Google Scholar
  39. Kaufmann, Franz-Xaver. 1997. Herausforderungen des Sozialstaats. Frankfurt a. Main: Suhrkamp.Google Scholar
  40. Kaufmann, Franz-Xaver. 2002. Sozialpolitik und Sozialstaat: Soziologische Analysen. Opladen: Leske + Budrich.Google Scholar
  41. Kaufmann, Franz-Xaver. 2003. Varianten des Wohlfahrtsstaats. Der deutsche Sozialstaat im internationalen Vergleich. Frankfurt a.M.: Suhrkamp.Google Scholar
  42. Kaufmann, Franz-Xaver. 2015. Sozialstaat als Kultur. Soziologische Analysen. Wiesbaden: Springer VS.Google Scholar
  43. Keller, Reiner. 2004. Diskursforschung. Eine Einführung für SozialwissenschaftlerInnen, 2. Aufl., Wiesbaden: Springer VS.Google Scholar
  44. Keller, Reiner. 2008. Wissenssoziologische Diskursanalyse. Grundlegung eines Forschungsprogramms, 2. Aufl., Wiesbaden: VS.Google Scholar
  45. Ketteler Wilhelm von, Emmanuel. 1977. Ansprache anlässlich der Festfeier des Mainzer Gesellenvereins vom 19. November 1865 über die soziale Frage. In Schriften, Aufsätze und Reden 1848–1866. Sämtliche Werke und Briefe Abteilungd I, Bd. 1, Hrsg. Erwin Iserloh, 685–688. Mainz: Hase und Koehler.Google Scholar
  46. Kohl, Helmut. 1982. Regierungserklärung des Bundeskanzlers vor dem Deutschen Bundestag. Koalition der Mitte: Für eine Politik der Erneuerung. 13. Oktober 1982. In Presse- und Informationsamt der Bundesregierung. 14. Okt. 1982. Bulletin Nr. 93., 853–868.Google Scholar
  47. Kohl, Jürgen. 1993. Der Wohlfahrtsstaat in vergleichender Perspektive. Anmerkungen zu Esping-Andersen’s The Three Worlds of Welfare Capitalism. Zeitschrift für Sozialreform 39:67–82.Google Scholar
  48. Koselleck, Reinhart. 2010. Begriffsgeschichten. Studien zur Semantik und Pragmatik der politischen und sozialen Sprache. Frankfurt a.M.: Suhrkamp.Google Scholar
  49. Lelieveld, Bruno. 1965. Die Wandlungen der Ständeidee in der deutschsprachigen katholisch-sozialen Literatur des neunzehnten und zwanzigsten Jahrhunderts bis zum Erscheinen der Enzyklika Quadragesimo anno (1931). Phil. Diss. Bonn.Google Scholar
  50. Lessenich, Stephan. 2003. Wohlfahrtsstaatliche Grundbegriffe. Historische und aktuelle Diskurse. Frankfurt a.M, New York: Campus.Google Scholar
  51. Liedhegener, Antonius. 2014. Säkularisierung als Entkirchlichung. Trends und Konjunkturen in Deutschland von der Mitte des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. In Umstrittene Säkularisierung. Soziologische und historische Analysen zur Differenzierung von Religion und Politik, 2. Aufl., Hrsg. Karl Gabriel, Christel Gärtner, und Detlef Pollack, 481–531. Berlin: Berlin University Press.Google Scholar
  52. Manow, Philip. 2008. Religion und Sozialstaat. Die konfessionellen Grundlagen europäischer Wohlfahrtsstaatsregime. Frankfurt a.M.: Suhrkamp.Google Scholar
  53. Manow, Philip, und Kees van Kersbergen. 2009. Religion, class coalitions and welfare state regimes. New York: Cambridge University Press.Google Scholar
  54. Mockenhaupt, Hubert. 1977. Weg und Wirken des geistlichen Sozialpolitikers Heinrich Brauns. Paderborn: Schöningh.Google Scholar
  55. Mooser, Josef. 1996. Das katholische Milieu in der bürgerlichen Gesellschaft. Zum Vereinswesen des Katholizismus im späten Deutschen Kaiserreich. In Religion im Kaiserreich. Milieus – Mentalitäten – Krisen, Hrsg. Olaf Blaschke, Frank-Michael Kuhlemann, 59–92. Gütersloh: Chr. Kaiser/Gütersloher Verlagshaus.Google Scholar
  56. Münnich, Sascha. 2010. Interessen und Ideen. Die Entstehung der Arbeitslosenversicherung in Deutschland und den USA. Frankfurt a.M.: Suhrkamp.Google Scholar
  57. Muthesius, Hans. 1928. Fürsorgerecht. Berlin: Springer.Google Scholar
  58. von Nell-Breuning, Oswald. 1962. Art. Subsidiaritätsprinzip. In Staatslexikon. Recht, Wirtschaft, Gesellschaft, 6. Aufl., Bd. 7, 826–833. Freiburg i. Br.: Herder.Google Scholar
  59. von Nell-Breuning, Oswald. 1972. Wie sozial ist die Kirche? Leistung und Versagen der katholischen Soziallehre. Düsseldorf: Patmos.Google Scholar
  60. von Nell-Breuning, Oswald. 1984. Solidarität und Subsidiarität. In Der Sozialstaat in der Krise?, Hrsg. Deutscher Caritasverband., 88–95. Freiburg im Breisgau: Lambertus.Google Scholar
  61. Nikles, Bruno W. 2015. Mehr Organisation, mehr Publikation‘. Maximilian Brandts und die Gründung des Deutschen Caritasverbands. In Stimmen der Zeit, 593–602.Google Scholar
  62. Olk, Thomas. 1986. Neue Subsidiaritätspolitik – Abschied vom Sozialstaat oder Entfaltung autonomer Lebensstile. In Neue Subsidiarität. Leitidee einer zukünftigen Sozialpolitik, Hrsg. Rolf G. Heinze, 283–302. Opladen: Leske + Budrich.Google Scholar
  63. Pius XI. 1992. Quadragesiomao anno (1931). In Texte zur katholischen Soziallehre. Die sozialen Rundschreiben der Päpste und andere kirchliche Dokumente, Bd. 8, Hrsg. Bundesverband der KAB Deutschlands, 64–122. Bornheim: Ketteler.Google Scholar
  64. Polanyi, Karl. 1977. The Great Transformation‘ – Politische und ökonomische Ursprünge von Gesellschaften und Wirtschaftssystemen (engl. 1944). Wien: Europa-Verlag.Google Scholar
  65. Rauscher, Anton. 1989. Art. Subsidiarität. I. Sozialethik. In Staatslexikon. Recht, Wirtschaft, Gesellschaft, 7. Aufl., Bd. 5, 386–388. Freiburg im Breisgau: Herder.Google Scholar
  66. Rieger, Elmar, und Stephan Leibfried. 2014. Kultur versus Globalisierung. Sozialpolitische Theologie in Konfuzianismus und Christentum. Frankfurt a.M.: Suhrkamp.Google Scholar
  67. Ritter, Gerhard A. 2007. Der Preis der deutschen Einheit. Die Wiedervereinigung und die Krise des Sozialstaats, 2. Aufl., München: C.H. Beck.Google Scholar
  68. Sachße, Christoph. 1990. Zur aktuellen Bedeutung des Subsidiaritätsstreits der 60er Jahre. In Subsidiarität heute, Hrsg. Johannes Münder, Dieter Kreft, 32–43. Münster: Votum.Google Scholar
  69. Sachße, Christoph. 1994. Subsidiarität. Zur Karriere eines sozialpolitischen Ordnungsbegriffs. Zeitschrift für Sozialreform 40:717–738.Google Scholar
  70. Sachße, Christoph. 1995. Verein, Verband und Wohlfahrtsstaat: Entstehung und Entwicklung der „dualen“ Wohlfahrtspflege. In Von der Wertgemeinschaft zum Dienstleistungsunternehmen. Jugend- und Wohlfahrtsverbände im Umbruch, Hrsg. Thomas Rauschenbach, Christoph Sachße, und Thomas Olk, 123–149. Frankfurt a.M.: Suhrkamp.Google Scholar
  71. Sachße, Christoph. 2003. Subsidiarität. In Wohlfahrtsstaatliche Grundbegriffe. Historische und aktuelle Diskurse, Hrsg. Stephan Lessenich, 191–212. Frankfurt a.M.: Suhrkamp.Google Scholar
  72. Sachße, Christoph, und Florian Tennstedt. 1992. Der Wohlfahrtsstaat im Nationalsozialismus. Geschichte der Armenfürsorge in Deutschland Band. Stuttgart: Kohlhammer.Google Scholar
  73. Sachße, Christoph, und Florian Tennstedt. 2012. Fürsorge und Wohlfahrtspflege in der Nachkriegszeit 1945–1953. Bd. 4. Stuttgart: Kohlhammer.Google Scholar
  74. Schasching, Johannes S.J. 1994. zeitgerecht – zeitbedingt. Nell-Breuning und die Sozialenzyklika Quadragesimo anno nach dem Vatikanischen Geheimarchiv. Bornheim: Ketteler.Google Scholar
  75. Schmidt, Manfred G., Tobias Ostheim, Nico Siegel, und Reimund Zollnhofer. 2007. Der Wohlfahrtsstaat. Eine Einführung in den historischen und internationalen Vergleich. Wiesbaden: VS.Google Scholar
  76. Schoen, Ursula. 1998. Subsidiarität. Bedeutung und Wandel des Begriffs in der katholischen Soziallehre und in der deutschen Sozialpolitik. Eine diakoniewissenschaftliche Untersuchung. Neukirchen–Vluyn: Neukirchener.Google Scholar
  77. Schroeder, Wolfgang. 2018. Konfessionelle Wohlfahrtsverbände unter Druck – Fortführung des deutschen Sonderwegs? In Sozialer Fortschritt 67:501–523.Google Scholar
  78. Stegmann, Franz-Josef. 1994. Franz Hitze und die katholisch-soziale Bewegung. Gesellschaft im Test. Zeitschrift des Sozialinstituts Kommende 34:34–43.Google Scholar
  79. Stegmann, Franz-Josef, und Peter Langhorst. 2005. Geschichte der sozialen Ideen im deutschen Katholizismus. In Geschichte der sozialen Ideen in Deutschland. Sozialismus – Katholische Soziallehre – Protestantische Sozialethik. Ein Handbuch, 2. Aufl., Hrsg. Helga Grebing, 597–862. Wiesbaden: VS.Google Scholar
  80. Thielicke, Helmut. 1987. Theologische Ethik II/2, 4. Aufl., Tübingen: Mohr.Google Scholar
  81. Thierfelder, Jörg. 2007. Zwischen Anpassung und Selbstbehauptung. In Die Macht der Nächstenliebe: Einhundertfünfzig Jahre Innere Mission und Diakonie, Hrsg. Ursula Röper, Carola Jüllig, 224–235. Stuttgart: Kohlhammer.Google Scholar
  82. Werthmann, Lorenz. 1958. Reden und Schriften. Ausgewählt und herausgegeben von Karl Borgmann. Freiburg i. Br.: Lambertus.Google Scholar
  83. Wischnath, Johannes Michael. 1986. Kirche in Aktion. Das Evangelische Hilfswerk 1945–1957 und sein Verhältnis zu Kirche und Innerer Mission. Göttingen: Vandenhoek.Google Scholar

Copyright information

© Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH, ein Teil von Springer Nature 2019

Authors and Affiliations

  1. 1.Institut für Christliche Sozialwissenschaften (Exzellenzcluster „Religion & Politik“)Westfälische Wilhelms-Universität MünsterMünsterDeutschland

Personalised recommendations