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MTZextra

, Volume 22, Supplement 1, pp 3–3 | Cite as

Prozessmanagement

  • Markus Bereszewski
Editorial
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Liebe Leserin, lieber Leser,

unterhält man sich derzeit mit Mitar-beitern von Entwicklungsdienstleistern, erhält man beim Thema Emissions-entwicklung unisono eine Antwort: Das Geschäft brummt wie selten zuvor. Grund dafür — Sie ahnen es vermutlich bereits — ist die RDE-Gesetzgebung. Alle Fahrzeugmodelle müssen diese Hürde meistern, wollen sie künftig auf dem europäischen Markt verkauft werden. In den seltensten Fällen ist das mit einem Nachmessen nach RDE-Standards getan, was für sich betrachtet schon einen erheblichen Aufwand darstellt. Oftmals sind zeit- und kostenintensive Änderungen notwendig, die dann den gesamten Applikations- und Freigabeprozess durchlaufen müssen. Die schiere Menge der abzuarbeitenden Fahrzeugmodelle in Kombination mit einer neuen Aufgabenstellung, die zusätzliche Simulations- und Testwerkzeuge erforderlich macht, bindet erhebliche Applikationsressourcen bei Dienstleistern und Automobilherstellern.

Für die Entwicklung künftiger Fahrzeugmodelle ist dieser Ansatz natürlich nicht zielführend. Aufgrund ihres weitreichenden Einflusses auf die Motor- und Abgaskomponenten müssen die RDE-Anforderungen so früh wie möglich im Entwicklungsprozess berücksichtigt werden. Dabei gilt es, Simulation, Prüfstandsuntersuchungen und auch Fahrversuche effizient in der Methodenkette aufeinander abzustimmen.

Die aktuellen RDE-Aktivitäten überlagern sich mit dem grundsätzlichen Trend der Automobilhersteller, immer mehr Antriebsvarianten anzubieten. Vom reinen Verbrennungsmotor in vielen Versionen und Leistungsstufen über verschiedene Skalierungen der Hybridisierung bis zum batterieelektrischen Antrieb. Im Entwicklungs- und Applikationsprozess steigt damit auch die Zahl der Testaufgaben. Diese werden dabei auch aus Zeit- und Kostengründen zunehmend von der Straße auf den Prüfstand und vom Prüfstand in die Simulation verlagert.

In diesem MTZextra zeigen Automobilhersteller, Entwicklungsdienstleister, Forschungsinstitute und Zulieferer, welche Methoden und Prozesse sie einsetzen, um die RDE-Konformität zu gewährleisten und die generell steigende Komplexität im Entwicklungs- und Applikationsprozess zu managen. Ich wünsche Ihnen viel Spaß bei der Lektüre,

Copyright information

© Springer Fachmedien Wiesbaden 2017

Authors and Affiliations

  • Markus Bereszewski
    • 1
  1. 1.Deutschland

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