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Schwerpunkt: 50 Jahre Mondlandung – Zur Bedeutung des Weltraumes im 21. Jahrhundert

Forum

Seit jeher war der Weltraum für die Menschheit ein Faszinosum. Das lag sicher an den Mysterien, welche in ihm vermutet wurden und die aufgrund der Unerreichbarkeit des Alls auch lange als nicht aufklärbar galten.

Das änderte sich radikal, als die Sowjetunion am 04. Oktober 1957 mit Sputnik 1 den ersten Satelliten in die Umlaufbahn beförderte. Der Beginn des Raumfahrtzeitalters löste neben Bewunderung aber vor allem große Besorgnis bei den Regierungen der westlichen Länder aus, die sich in der damaligen Systemkonfrontation einer vermeintlichen technologischen Überlegenheit der Staaten des Warschauer Paktes unter der Ägide der Sowjetunion ausgesetzt sahen.

Insbesondere die Vereinigten Staaten von Amerika fühlten sich herausgefordert und erachteten es als notwendiges Signal, ebenfalls ein ambitioniertes Raumfahrtprogramm aufzustellen – dieses wurde schließlich von Präsident John F. Kennedy initiiert. 1962 kündigte er in einer Rede an der Rice University an, dass die USA beabsichtigen, innerhalb einer Dekade zum Mond zu fliegen.

Die USA schafften es nicht nur, Menschen zum Mond zu fliegen, vielmehr gelang es ihnen vor 50 Jahren, Menschen sogar den Mond betreten zu lassen. Das Rennen um die Vorherrschaft im Weltraum schien entschieden.

Heute – 50 Jahre nach der Mondlandung – stellt sich die Situation jedoch anders dar. Die neue Multipolarität der Weltordnung hat erneut ein Rennen um die Vorherrschaft im Weltraum in Gang gesetzt. An dem Rennen nehmen nicht nur die USA, Russland, China, Indien, Japan und die EU teil, sondern in einem ungekannten Ausmaß auch private Firmen wie SpaceX, die potenzielle Geschäfte im Weltraum vermuten. Hieraus ergeben sich mehrere Fragen, welche in dem aktuellen Forum, das die Bedeutung des Weltraumes im 21. Jahrhundert in den Blick nimmt, diskutiert werden.

Zunächst gilt es zu klären, welches Recht eigentlich im Weltraum gilt und ob es auch durchgesetzt werden kann. Dieser Frage geht Stephan Hobe nach. Mit einem Fokus auf die deutsche Raumfahrt stellt Thomas Jarzombek (MdB) anschließend Ideen vor, um die deutsche Raumfahrt zukunftsfähig zu gestalten. Abschließend widmet sich Kai-Uwe Schrogl aus der internationalen Perspektive der Frage nach der strategischen Bedeutung des Weltraums für die Großmächte.

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