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Zeitschrift für Politikwissenschaft

, Volume 27, Issue 4, pp 475–481 | Cite as

Festgefahren: Anleitung zum Wandel der Automobilgesellschaft

Was die sozialwissenschaftliche Mobilitätsforschung auf Fragen nach den Herausforderungen und Chancen der Mobilität der Zukunft antwortet
  • Weert Canzler
  • Andreas Knie
Forum
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Das Automobil prägt wie kein anderes technisches Artefakt den Alltag und die Residenzwahl der Mehrheit der Bevölkerung in den westlichen Gesellschaften. Zugleich erfährt das Auto eine hohe Attraktivität in Weltregionen mit einer nachholenden Modernisierung. Das Auto ist aber nicht nur ein Verkehrsmittel, es ist eine Geschichte, die vom privaten Glück erzählt und in der das Auto seinen festen Platz hat. Kaum vorstellbar, dass diese sich wandeln könnte. Aber das Auto kommt an seine Grenzen. Für eine globale Automobilisierung reicht weder der Platz noch erlaubt es das Weltklima. Wie aber umsteuern? Mit allgemeinen Appellen ist es nicht getan. Das Auto ist lebensweltlich tief verankert, ganze Biografien sind rund um das Auto entstanden. Mit dem „Auto im Kopf“ haben sich stabile Raum-Zeit-Bezüge herausgebildet, die unveränderbar erscheinen (vgl. ausführlich: Knie 1997 und Canzler 2016).

Dieser Prozess der gesellschaftlichen Aneignung ist aber nicht über Nacht entstanden, sondern Folge eines...

Literatur

  1. Brandt, Edmund. 2016. Vorstudien zum Mobilitätsrecht. Berlin: Wissenschaftliche Buchgesellschaft.Google Scholar
  2. Canzler, Weert. 2016. Automobil und moderne Gesellschaft. Beiträge zur sozialwissenschaftlichen Mobilitätsforschung. Berlin: LIT.Google Scholar
  3. Canzler, Weert, und Andreas Knie. 2018. Taumelnde Giganten. Gelingt der Autoindustrie die Neuerfindung? München: oekom.Google Scholar
  4. Klenke, Dietmar. 1995. „Freier Stau für freie Bürger“. Die Geschichte der bundesdeutschen Verkehrspolitik. Darmstadt: Wissenschaftliche Buchgesellschaft.Google Scholar
  5. Knie, Andreas. 1997. Eigenzeit und Eigenraum: zur Dialektik von Mobilität und Verkehr. Soziale Welt 47(1):39–55.Google Scholar

Copyright information

© Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH, ein Teil von Springer Nature 2017

Authors and Affiliations

  1. 1.Forschungsgruppe WissenschaftspolitikWissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung gGmbHBerlinDeutschland

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