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ATZextra

, Volume 23, Supplement 8, pp 79–79 | Cite as

Guter Start ins Berufsleben

  • Springer Fachmedien Wiesbaden
Ehemalige Teilnehmer Über den Tellerrand
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Die Formula Student Germany gilt seit ihrem Start im Jahr 2006 als Karrieresprungbrett für angehende Ingenieure. Wer hier im Team erfolgreich ist, hat gute Chancen, gleich nach dem Studium bei einem OEM, Zulieferer oder einem Rennsportteam einsteigen zu können. Am Hockenheimring werben Unternehmen mit dutzenden Stellenausschreibungen aktiv um Nachwuchskräfte; vor den Schwarzen Brettern scharen sich die Studenten. Helena Herberth und Peter Jakowski arbeiten bei Bosch Engineering in Abstatt. Hier berichten die beiden ehemaligen Teilnehmer, wie die Formula Student ihren Einstieg ins Berufsleben beeinflusst hat.

Helena Herberth | Projektleiterin für Fahrdynamikprojekte

In der Saison 2013/14 habe ich das Rennteam der Universität Stuttgart bei der Organisation und der Erstellung eines Businessplans unterstützt. Unter anderem habe ich für unseren Rennwagen die Vermarktungsstrategie konzipiert sowie bei sämtlichen Themen rund um die Organisation des Vereins mitgearbeitet. Dann habe ich mich entschieden, das Team auch in der Folgesaison 2014/15 weiter zu unterstützen — ich übernahm die Teamleitung und war erste Vorsitzende. Damit war ich neben der Akquise und Betreuung aller Sponsoren auch für die Verwaltung und Koordination des gesamten Vereins verantwortlich. Dies war eine sehr intensive und lehrreiche Zeit für mich, in der ich gelernt habe, Entscheidungen zu treffen, Probleme anzugehen und zu lösen. Als Teamleiterin konnte ich zudem erste Erfahrungen in der Personalführung sammeln.

Die Tatsache, dass die Teilnahme an der Formula Student in meinem Lebenslauf stand, war erst einmal nicht ausschlaggebend. Im Bewerbungsprozess konnte ich allerdings durch die vielschichtigen Erfahrungen und Erlebnisse punkten, die ich während meiner FSG-Zeit gesammelt habe und die mir letztlich den Einstieg ins Berufsleben ermöglicht haben.

Derzeit bin ich als Projektleiterin für Fahrdynamikprojekte im Sportwagenbereich tätig. Im Berufsleben kann ich auf das gesamte angeeignete Erfahrungspaket zurückgreifen: Probleme konstruktiv lösen, stressresistent und gelassen sein sowie Erfolg haben durch Motivation. Es ist übrigens schön zu sehen, dass so viele Formula-Student-Alumni den Weg zu Bosch finden.

© Bosch Engineering

Peter Jakowski | Team- und Projektleiter für Fahrdynamikprojekte

© Bosch Engineering

2005 war ich einer der Mitgründer der Formula Student Germany, doch mein Engagement in der Formula Student begann bereits im Jahr 2000. Damals habe ich das Rennteam der FH Stralsund in verschiedenen Positionen bei Events in Großbritannien und Australien begleitet. Gelernt habe ich in dieser Zeit sehr viel. Ich konnte nicht nur mein Fachwissen verbessern, sondern auch erste Erfahrungen in der Projektplanung und dem Kostencontrolling sammeln. Als Teamleiter musste ich des Öfteren schwierige Entscheidungen treffen und erhielt erste Einblicke in die Personalführung. Beides hat mir sehr viel für meine jetzige Tätigkeit als Teamleiter gebracht. Bis zu dieser Saison habe ich die FSG aktiv in unterschiedlichen Bereichen unterstützt, zuletzt als Bereichsleiter Timekeeping/Scoring und bei Spezialaufgaben.

In der FSG war ich nie als aktives Teammitglied tätig, sondern ich war Gründer und Organisator. Doch die Beteiligung an dem Konzept Formula Student sowie meine Zeit im Rennteam waren extrem wertvoll und haben mir vor allem den Praxisbezug näher gebracht. Wenn ich zurückblicke, denke ich, dass es für mich kein besseres Projekt hätte geben können, um mich auf den Beruf vorzubereiten. Nach dem Studium fiel mir der Einstieg in den Motorsport deutlich leichter. Auch als ich nach sieben Jahren mein Motorsport-Engagement beendet hatte und zu Bosch Engineering gewechselt war, konnte ich noch von den Erfahrungen im Team zehren, sowohl fachlich als auch menschlich.

Zurzeit bin ich Team- und Projektleiter für Fahrdynamikprojekte im Sportwagenbereich. Die Erfahrungen aus der FSG-Zeit, die ich im Berufsleben weiter ausgebaut habe, kann ich auf jeden Fall sehr gut nutzen und denke regelmäßig an diese Zeit zurück. Oft treffe ich bei Kundenbesuchen Leute, die sich ebenfalls in der Formula Student engagiert haben — dann hat man sofort ein Thema beim gemeinsamen Mittagessen.

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Authors and Affiliations

  • Springer Fachmedien Wiesbaden
    • 1
  1. 1.WiesbadenDeutschland

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