ATZ - Automobiltechnische Zeitschrift

, Volume 118, Issue 3, pp 66–66 | Cite as

Forschung

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Fraunhofer ESK | SafeAdapt geht in die Erprobungsphase

© Siemens

Der Aufbau eines Testfahrzeugs und eines Fahrsimulators bis Mitte 2016 markiert den Start der Erprobungsphase des EU-Projekts SafeAdapt. Die Projektpartner rund um das Fraunhofer ESK zielen darauf, eine neue, adaptive Elektrik/Elektronik-Softwarearchitektur (E/E) für Elektrofahrzeuge zu entwickeln, die selbstständig Störungen im laufenden Betrieb korrigiert — für mehr Sicherheit, Zuverlässigkeit und Kosteneffizienz. Das bedeutet: Bei einem Fehler muss die betrachtete Funktion oder das betrachtete Steuergerät weiter funktionieren, bis das Fahrzeug in einen sicheren Zustand gebracht worden ist. Zu diesem Zweck wird ein Roding-Sportwagen, den Siemens mit der E/E-Architektur Race ausgestattet hat, mit Technik der SafeAdapt-Partner erweitert. Daneben werden die Konzepte auch nach dem Autosar-Standard realisiert.

TU Braunschweig | Li-Ion-Batterien wiederverwerten

An der TU Braunschweig wurde kürzlich eine Demonstrationsanlage zum Recycling von Lithium-Ionen-Batterien in Betrieb genommen, in der Batterien aus Elektroautos demontiert, entladen und aufbereitet werden. In der Anlage werden dabei mit einem neu entwickelten und zum Patent angemeldeten Verfahren Recyclingquoten von über 75 % pro Batteriesystem ermöglicht. Der derzeitige Stand der Technik liegt bei unter 60 %. Zuvor wird die in den Altbatterien gespeicherte Restenergie bei der Entladung in das Stromnetz der TU Braunschweig eingespeist und dem Wertschöpfungsprozess wieder zugeführt. Die Wissenschaftler untersuchten für die Anlage sämtliche Prozesse der Recyclingkette von der Deaktivierung von Batterien und Zellen über die (teil-)automatisierte Demontage der Batterien bis hin zur Zerkleinerung und Klassierung der verschiedenen Materialfraktionen. Um eine hohe Rückgewinnungsquote zu erzielen, wurde auch das Recycling der Elektrolyte (Leitsalze und Lösungsmittel) und der Anodenbeschichtungen (Graphit) untersucht.

© TU Braunschweig

Uni Hamburg | Poröse Wasserstoffspeicher

© chombosan | fotolia

Wasserstoff als Brennstoff kann bisher nur unter hohem Druck in schwere Flaschen gepresst oder bei -253 °C verflüssigt in Tanks gelagert werden. Beide Methoden sind für mobile Anwendungen nur eingeschränkt nutzbar, da sie sehr kostspielig sind. Ein Forschungsverbund will jetzt einen Wasserstoffspeicher entwickeln, der aus nanoporösem Material besteht und den Wasserstoff sowohl speichern als auch kontrolliert wieder abgegeben kann, ähnlich wie ein wassergetränkter Schwamm. Die dabei eingesetzten nanopartikulären Leichtmetallhydride — also Verbindungen von Leichtmetallen wie Lithium oder Magnesium mit Wasserstoff — sind in der Lage, Wasserstoff aufzunehmen (Tankvorgang) und auch wieder abzugeben (beispielsweise während der Fahrt).

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