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Pneumo News

, Volume 10, Issue 6, pp 12–14 | Cite as

Außerklinische Reanimation

Adrenalin im Notfall lässt öfter überleben — zu einem hohen Preis

  • Stephan Budweiser
journal club

Hintergrund und Fragestellung: Die Gabe von Adrenalin während der kardiopulmonalen Reanimation wird schon seit längerem kontrovers beurteilt. In den Empfehlungen des europäischen Resuscitation Council Guidelines aus dem Jahr 2015 wird zwar weiterhin die Gabe von Adrenalin sowohl bei nicht defibrillierbarem als auch bei defibrillierbarem Rhythmus (erst nach der dritten erfolglosen Defibrillation) empfohlen, gleichzeitig wird aber formuliert, dass es zunehmende Bedenken hinsichtlich der möglichen schädlichen Wirkung von Adrenalin gibt.

Große Beobachtungsstudien zeigen, dass es durch die Gabe von Adrenalin, basierend auf alfaadrenergen Effekten und konsekutiver Verbesserung der Koronarperfusion, häufiger gelingt, einen Spontankreislauf wiederherzustellen. Demgegenüber stehen aber die ungünstigen betaadrenergen Effekte, die zu Arrhyhtmien, erhöhtem myokardialem Sauerstoffverbrauch und einer Verschlechterung der Mikrozirkulation führen können.

Vor diesem Hintergrund initiierte ein...

Originalie

  1. Perkins GD, Ji C, Deakin CD et al. A Randomized Trial of Epinephrine in Out-of-Hospital Cardiac Arrest. N Engl J Med. 2018 Aug 23;379(8):711–21. doi: 10.1056/NEJMoa1806842.CrossRefGoogle Scholar

Copyright information

© Springer Medizin Verlag GmbH, ein Teil von Springer Nature 2018

Authors and Affiliations

  1. 1.Medizinische Klinik IIIKlinikum RosenheimRosenheimDeutschland

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