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CardioVasc

, Volume 19, Issue 2, pp 3–3 | Cite as

Von der kardiologischen Innovation in den Klinikalltag

  • Springer Medizin
Editorial
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„Zu neuen Methoden bei der Resynchronisationstherapie gibt es originelle Ideen und erste klinische Ergebnisse.“

Prof. Dr. med. Heribert Schunkert

Klinik für Herz- und Kreislauferkrankungen Deutsches Herzzentrum München

Der medizinische Fortschritt erfordert bis zur Anwendung am Menschen eine sorgfältige und schrittweise Entwicklung. In diesem Heft von CardioVasc werden einzelne Schritte in der Abfolge von einem innovativen pathophysiologischen Konzept bis hin zur praxisrelevanten Umsetzung von Behandlungsleitlinien durchschritten.

Sowohl die Atherosklerose als auch die Heilung des Herzmuskels nach einem Herzinfarkt gehen mit einer beträchtlichen inflammatorischen Reaktion einher. Inwieweit diese Entzündungsreaktionen des Körpers nutzbringend ist, kann in mancher Hinsicht infrage gestellt werden. So ergibt sich die Herausforderung durch gezielte therapeutische Maßnahmen die Entzündungsreaktion gesundheitsfördernd zu steuern. Die aktuellen pathophysiologischen Konzepte und die ersten therapeutischen Ergebnisse auf diesem Feld finden Sie im Artikel über die Inflammation als therapeutisches Target.

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Die Resynchronisation bei Erregungsausbreitungsstörungen im Ventrikelmyokard hat in der Herzinsuffizienztherapie bereits einen festen Stellenwert erzielt. Hier stellt sich die Frage, ob durch verbesserte Positionierung der Elektroden eine weitere Harmonisierung im Kontraktionsverhalten des Herzens erzielt werden kann. Originelle Ideen und erste klinische Ergebnisse zu diesem Thema finden Sie im Artikel über neue Methoden zur Resynchronisationstherapie in diesem Heft.

Wer die Wahl hat, hat die Qual. Zumindest bei den Ablationsverfahren in der Behandlung des Vorhofflimmerns gibt es zwei konkurrierende Verfahren. Die Ergebnisse der vergleichenden Studie FIRE AND ICE waren offiziell unentschieden, was jedoch nicht davon abhält, dass Verfechter der Kyroablation bzw. Radiofrequenzablation Vorteile in dem jeweils präferierten Verfahren sehen. Eine Vorstellung der beiden Alternativen finden Sie ebenso in diesem Heft.

Schließlich mündet der medizinische Fortschritt in einer möglichst gut wissenschaftlich begründeten Behandlung. Den aktuellen Stand zur Revaskularisationstherapie bei koronarer Herzerkrankung hat seinen Niederschlag in einer Revision der Leitlinien erfahren. Was sich geändert hat und wie die Umsetzung in der Praxis erfolgen sollte, können Sie hier nachlesen.

Ich hoffe sehr, dass Ihnen die Themen und die Erkenntnisse der Autoren in Ihrer praktischen Arbeit weiterhelfen. Sicher scheint jedoch, dass die Innovation in der Kardiologie ungebremst fortschreitet, sehr zum Nutzen unserer Patienten.

Ich wünsche Ihnen viel Freude bei der Lektüre von CardioVasc 2/2019.

Ihr

Heribert Schunkert

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Authors and Affiliations

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