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Im Fokus Onkologie

, Volume 22, Issue 5, pp 87–87 | Cite as

Wer ist ... Thomas Oellerich?

  • Springer Medizin
Menschen,Ideen,Perspektiven
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Wie beginnen Sie Ihren Tag?

Oellerich: Mit einem Glas Kakao und etwas Obst zum Frühstück, während die Kinder noch schlafen. Danach fahre ich in die Klinik, um mich der Krankenversorgung sowie Krebsforschung zu widmen.

Was treibt Sie an?

Oellerich: Meine Hauptmotivation liegt in der Hoffnung, unseren sehr kranken Patienten helfen zu können; nicht nur hinsichtlich der Diagnostik und Therapie, sondern auch in Bereichen wie der Krankheitsverarbeitung. Zudem tragen neue Erkenntnisse zu einer Verbesserung der Krankenversorgung bei. Die erfolgreiche Translation wissenschaftlicher Ergebnisse in die Klinik, die aktuell in der Onkologie zu beobachten ist und zu einer wesentlichen Verbesserung der Diagnostik und Therapie führt, motiviert mich sehr.

Als Kind wollten Sie … ?

Oellerich: Viele Dinge: Zunächst ein Kind bleiben; später wollte ich einen Hund und ein Aquarium haben, und bereits im Grundschulalter stand für mich fest, einmal Arzt zu werden. In der Oberstufe entwickelte ich ein zunehmendes Interesse an den Naturwissenschaften. Schließlich habe ich mich für die Hämatologie und Onkologie entschieden, da ich hier meine Interessen vereint sehe und mich in der Krankenversorgung wie auch in der Forschung aktiv einbringen kann.

Was beeindruckt Sie an anderen Menschen?

Oellerich:b Soziales Engagement, Umweltbewusstsein, Selbstlosigkeit, Intelligenz und Kreativität.

Was fasziniert Sie an Ihrem Fachgebiet?

Oellerich: Besonders faszinierend finde ich die enge Verzahnung von Patientenversorgung und molekularer translationaler Forschung, mit dem Ziel die Überlebenschancen und die Lebensqualität unserer Patienten kontinuierlich zu verbessern. Relevante Forschungsergebnisse finden in diesem Fachgebiet rasch ihren Weg in die Klinik. Zudem helfen uns neue Technologien dabei, Krebserkrankungen besser zu verstehen und auf dieser Basis neue Therapieformen zu entwickeln.

„Die Medizin fasziniert mich, weil der Mensch und das Bestreben, Menschen zu helfen, im Mittelpunkt der Arbeit steht“ — konstatiert der gebürtige Hannoveraner Prof. Dr. med. Thomas Oellerich. Den Fokus auf das Wohlergehen des Menschen gerichtet und bestrebt innovative und neue Therapiemöglichkeiten schnell in der Klinik zu etablieren, forscht Oellerich seit 2011 an der Johann Wolfgang Goethe-Universität in Frankfurt am Main an der Identifikation von diagnostischen Biomarkern und neuen Therapiestrategien.

Das Medizinstudium absolvierte Oellerich in Göttingen. Mit Aufenthalten in Edinburgh und Cambridge, Großbritannien, sowie am National Cancer Institute in den USA legte er den Grundstein für seine internationale Karriere. 2018 wurde er mit dem Johann-Georg-Zimmermann-Forschungspreis sowie dem Artur-Pappenheim-Preis ausgezeichnet und seit April dieses Jahres ist der zweifache Familienvater Professor an der Johann Wolfgang Goethe-Universität. Als Wissenschaftler und Oberarzt möchte Thomas Oellerich nun die translationale Ausrichtung des Forschungsschwerpunktes zur Behandlung von akuten Leukämien und aggressiven Lymphomen weiter ausbauen und verbessern.

Was braucht die onkologische Welt am dringlichsten?

Oellerich: Kluge Köpfe und Innovationen, die es uns ermöglichen, den Krebs zu besiegen.

Welches Buch hat Sie in Ihren Bann gezogen?

Oellerich: Das Buch „Siddhartha“ von Hermann Hesse. Die Dichtung handelt von einem jungen Brahmanen, der sein Leben der Suche nach dem All-einen widmet. Es hat meine Sichtweise auf das Leben beeinflusst — auch im Kontext meines Berufes, in dem man häufig mit dem Tod konfrontiert wird.

Wie halten Sie Balance in Ihrem Leben?

Oellerich: Dies gelingt mir mit Hilfe meiner Familie. Sie ist das Wichtigste in meinem Leben. Hier schöpfe ich Kraft und Freude, die ich für eine gute Balance benötige.

Wie beenden Sie Ihren Tag?

Oellerich: Ich erzähle meinem älteren Sohn eine Gute-Nacht-Geschichte. Danach ist oft noch ein wenig Arbeit zu erledigen, bevor ich den Abend gemeinsam mit meiner Frau ausklingen lasse.

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Authors and Affiliations

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