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Im Fokus Onkologie

, Volume 22, Issue 2, pp 16–16 | Cite as

DLBCL-Patienten profitieren von CAR-T-Zell-Therapie

  • Peter Leiner
Hämatologie Literatur kompakt
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Jeder Zweite mit rezidiviertem oder therapierefraktärem (r/r) diffus großzelligem B-Zell-Lymphom (DLBCL) sprach in der JULIET-Studie komplett oder partiell auf die CAR-T-Zell-Therapie mit Tisagenlecleucel an.

Das CAR-T-Zell-Produkt Tisagenlecleucel ist in der EU zugelassen u. a. bei Erwachsenen mit r/r DLBCL nach 2 oder mehr systemischen Therapielinien. Jetzt wurden die aktuellen Ergebnisse der internationalen JULIET-Studie publiziert. Die einmalige Reinfusion der genetisch veränderten T-Lymphozyten, die gezielt CD19-positive B-Lymphozyten attackieren, erfolgte bei 111 Patienten. Primärer Endpunkt war die beste Gesamtansprechrate, also der Anteil der Patienten mit komplettem und partiellem Ansprechen. Die Befunde von 93 Patienten waren auswertbar. Die beste Gesamtansprechrate betrug 52 % (40 % komplettes, 12 % partielles Ansprechen).

Als häufigste unerwünschte Wirkungen (Grad 3/4) traten u. a. das Zytokinfreisetzungssyndrom, neurologische Ereignisse, Zytopenien, Infektionen sowie febrile Neutropenien auf. Keinen der 3 Todesfälle schreiben die Ärzte der Zelltherapie zu, sondern der Progression des Lymphoms.

Fazit: Jeder Zweite mit rezidiviertem oder therapierefraktärem DLBCL sprach auf die CAR-T-Zell-Therapie mit Tisagenlecleucel komplett oder partiell an. Die Ergebnisse der JULIET-Studie müssen noch in größeren und länger laufenden Studien bestätigt werden.

Literatur

  1. Schuster SJ et al. Tisagenlecleucel in Adult Relapsed or Refractory Diffuse Large B-Cell Lymphoma. N Engl J Med. 2019;380(1):45–56CrossRefGoogle Scholar

Copyright information

© Springer Medizin Verlag GmbH, ein Teil von Springer Nature 2019

Authors and Affiliations

  • Peter Leiner
    • 1
  1. 1.

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