Advertisement

Im Focus Onkologie

, Volume 21, Issue 12, pp 83–83 | Cite as

Wer ist ... Olaf Ortmann?

  • Springer Medizin
Menschen,Ideen,Perspektiven
  • 22 Downloads

Wie beginnen Sie Ihren Tag?

Ortmann: Mit einer erfrischenden Dusche, einem kurzen Frühstück und einer Morgenbesprechung mit meinen Mitarbeitern.

Was treibt Sie an?

Ortmann: Der Drang nach Wissen, das ich für die Behandlung von Patientinnen nutzen kann.

Als Kind wollten Sie ... ?

Ortmann: Schnell erwachsen werden. Ich hatte sehr vielfältige Interessen, habe gerne gelesen, aber auch viel Sport getrieben. So reichten meine ersten Berufswünsche vom Meeresbiologen bis zum Astronauten. Diese wurden jedoch bald von realistischeren abgelöst und ich entschied mich, Arzt zu werden.

Was beeindruckt Sie an anderen Menschen?

Ortmann: Mich beeindrucken insbesondere Persönlichkeiten, die sich für Ziele einsetzen, bei denen nicht ihr persönlicher Nutzen im Vordergrund steht. Das trifft nicht nur für Menschen meines beruflichen Umfelds zu, sondern generell. Das können z. B. Politiker, Künstler oder auch Bäcker sein. Ich glaube, dass herausragende Persönlichkeiten mit diesem Verhalten viel bewegen und insbesondere gesellschaftliches Verhalten positiv beeinflussen können.

Was fasziniert Sie an Ihrem Fachgebiet?

Frauen medizinisch zu begleiten, das fasziniert Prof. Dr. med. Olaf Ortmann an seiner Arbeit in der Frauenheilkunde und Geburtshilfe. Besondere Aufmerksamkeit schenkt er dabei der gynäkologischen Onkologie.

Nach Stationen in Kiel, Lübeck, Bethesda, MD/USA, und Marburg übernahm Ortmann 2003 die Leitung der Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe am Caritas-Krankenhaus St. Josef in Regensburg. Dort leitet er auch die Organkrebszentren und das Onkologische Zentrum.

Er wird als Top-Mediziner auf der FOCUS Ärzteliste geführt und wurde in diesem Jahr zum Präsidenten der Deutschen Krebsgesellschaft (DKG) gewählt. In der neuen Position will er die Versorgungsforschung und -qualität in der Onkologie stärken und daran arbeiten, medizinische Innovationen schnell und sicher in die Regelversorgung zu bringen. Dafür betont er die Wichtigkeit spezialisierter Krebszentren.

Außerdem ist er Vorstandsmitglied der Arbeitsgemeinschaft Deutscher Tumorzentren (ADT) und Mitglied im Stiftungsrat der Deutschen Krebshilfe (DKH).

©; Manfred Wigger

Ortmann: Das Gebiet der Frauenheilkunde und Geburtshilfe ist ausgesprochen vielfältig. Mich fasziniert daran die Begleitung von Frauen beginnend in ihrer Jugend bis in das hohe Alter. Mein Schwerpunkt ist die gynäkologische Onkologie. Auch in diesem Teilbereich des Fachs sind die Vielseitigkeit und die Breite der klinischen Methoden, die wir einsetzen, sehr hoch. Besonders befriedigend ist der Gewinn von Erkenntnissen mit der praktischen Umsetzung in einer großen Klinik, in der viele Kollegen zusammen arbeiten und gemeinsam dieses Ziel verfolgen.

Was braucht die onkologische Welt am dringlichsten?

Ortmann: Nachhaltige zielorientierte Forschung mit einer funktionierenden Umsetzungsstrategie in die Klinik. Dazu benötigen wir eine hochwertige Struktur und Organisation von onkologischen Behandlungseinrichtungen. Dafür setze ich mich seit vielen Jahren ein und werde dies als Präsident der Deutschen Krebsgesellschaft weiterführen und intensivieren.

Welches Buch oder Kunstwerk hat Sie in Ihren Bann gezogen?

Ortmann: Ich interessiere mich am meisten für die klassische Moderne. Diese Periode fasziniert mich aufgrund der Innovationen, die die bildende Kunst in dieser Weise noch nicht gesehen hat. Dabei sind die Kunstwerke von großer Ästhetik geprägt.

Wie halten Sie Balance in Ihrem Leben?

Ortmann: Für mich ist diese Frage erst seit wenigen Jahren relevant, da ich meine beruflichen Ziele bisher für das Wichtigste gehalten habe. Das wird sich nicht ändern, aber ich werde hier und da Freiräume für andere Aktivitäten suchen. Ich treibe gerne Sport, liebe Kunst und genieße die freie Zeit mit meiner Frau.

Wie beenden Sie Ihren Tag?

Ortmann: Mit einem meist sehr späten Abendessen und interessanten Gesprächen mit meiner Frau.

Copyright information

© Springer Medizin Verlag GmbH, ein Teil von Springer Nature 2018

Authors and Affiliations

  • Springer Medizin

There are no affiliations available

Personalised recommendations