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Im Focus Onkologie

, Volume 21, Issue 12, pp 73–73 | Cite as

Nachgefragt

Nicht einfach nur ein weiteres Studienregister!

  • Springer Medizin
Praxis konkret Zukunft der Onkologie
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Kristina Ihrig erklärt, warum es einfach ist, über das DKTK-Studienregister Informationen über eine onkologische Studie überregional zu bekommen.

? Es gibt viele Studienregister, welche Vorteile hat das DKTK-Studienregister?

Kristina Ihrig: In Registern, wie beispielsweise clinicaltrials.gov, sind die Daten zu den Studien oft nicht ganz aktuell. Es gibt keine Pflicht für Studienleiter, die Einträge im Verlauf zu korrigieren und zu aktualisieren. Viele tun es, viele aber auch nicht. Häufig findet man den Hinweis, dass die Studie schon länger nicht mehr aktualisiert wurde. Im DKTK-Studienregister ist die Information aktueller als in den internationalen Datenbanken, auch wenn die Datenerfassung und Datenpflege natürlich eine gewisse Verarbeitungszeit braucht. Wir fordern von den Zentren alle drei Monate die zentralen Studiendaten wie ID-Nummer, Titel der Studie, Kontaktperson und Status an, dazu das, was sich geändert hat, identifizieren gleiche Studien und arbeiten es in das Register ein. Bei clinicaltrials.gov oder EUDRA-CT sind die Angaben zudem sehr viel umfangreicher, die Weltgesundheitsorganisation fordert inzwischen 24 Kriterien, die berücksichtigt werden müssen. Wir nutzen natürlich die bestehenden Register und verlinken unser Register für ausführlichere Angaben mit anderen Sites. So funktioniert das DKTK-Studienregister eher wie eine Suchmaschine, also eine Art „Register der Studienregister“. Wir präsentieren weniger Inhalte und verweisen sinnvoll auf andere. Hinzu kommt, und das ist sicher ein weiterer Vorteil, dass wir wenige, ausgewählte Items neu für die Suche integrieren, die sonst nicht gefordert sind, beispielsweise die molekularen Marker und die Richtung der Studie (Erstlinie, Zweitlinie etc.). Die Suche ist dadurch viel komfortabler als bei anderen Registern, weil dort die Angaben nicht strukturiert vorhanden sind. Informationen über eine passende onkologische Studie überregional zu bekommen, gerade auch hinsichtlich molekularer Marker, ist damit für alle — Zuweiser und Patienten — einfacher.

„Das DKTK-Studienregister funktioniert eher wie eine Suchmaschine, also eine Art ‚Register der Studienregister‘.“

Kristina Ihrig wissenschaftliche Projektkoordinatorin des DKTK-Studienregisters mit Sitz am Universitätsklinikum Frankfurt am Main

© C. D. Ketels

Literatur

  1. Das Gespräch führte Friederike KleinGoogle Scholar

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Authors and Affiliations

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