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Im Focus Onkologie

, Volume 21, Issue 12, pp 38–38 | Cite as

Mammakarzinom: CDK4/6-Hemmung auch nach zwei Jahren vorteilhaft

  • Judith Neumaier
Gynäkoonkologie Literatur kompakt
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Die verbesserte Wirksamkeit der Erstlinientherapie mit Ribociclib plus Letrozol, die bei Frauen mit fortgeschrittenem Mammakarzinom im Vergleich zur Monotherapie mit Letrozol beobachtet wurde, hält über längere Zeit an, wie die aktuelle Auswertung der Studie MONALEESA-2 gezeigt hat.

Die erste Zwischenauswertung der Phase-III-Studie MONALEESA-2 nach medianen 15,3 Monaten hatte ergeben, dass Patienten mit fortgeschrittenem, Hormonrezeptor(HR)-positivem, HER2-negativem Mammakarzinom signifikant länger progressionsfrei bleiben, wenn sie als Erstlinientherapie den CDK4/6-Inhibitor Ribociclib plus den Aromatasehemmer Letrozol anstelle von Letrozol allein erhalten. Nach einer medianen Beobachtungsdauer von 26,4 Monaten wurden nun die Wirksamkeits- und Sicherheitsdaten aktualisiert und exploratorische Biomarkeranalysen durchgeführt.

Bei dieser zweiten Zwischenauswertung lebten die Frauen unter Ribociclib plus Letrozol um 9 Monate länger als diejenigen, die Placebo plus Letrozol erhielten (25,3 vs. 16,0 Monate; Hazard Ratio [HR] 0,568; log rank p = 9,63 x 10-8). Insgesamt sprachen 42,5 % der Patientinnen, die mit Ribociclib plus Letrozol behandelt wurden, auf die Therapie an im Vergleich zu 28,7 % unter Placebo plus Letrozol. Patientinnen mit Wildtyp-Rezeptor-Tyrosinkinase-Genen profitierten stärker von Ribociclib als jene mit mutierten Rezeptor-Tyrosinkinase-Genen.

An der Studie hatten 668 postmenopausale Frauen mit HR-positivem, HER2-negativem rezidiviertem/metastasiertem Brustkrebs teilgenommen und randomisiert entweder Ribociclib plus Letrozol oder Placebo plus Letrozol erhalten. Es wurden 116 Todesfälle beobachtet, 50 im Ribociclib-Arm und 66 im Placebo-Arm (HR 0,746). Die Sicherheitsdaten waren nach einer Beobachtungsdauer von weiteren 11,1 Monaten mit denen der ersten Auswertung vergleichbar, wobei keine neuen oder unerwarteten Toxizitäten und keine Hinweise auf eine kumulative Toxizität beobachtet wurden.

Fazit: Bei Frauen mit fortgeschrittenem, HR-positivem, HER2-negativem Mammakarzinom hat sich die Erstlinientherapie mit Ribociclib plus Letrozol im Vergleich zur Monotherapie mit Letrozol auch über einen Zeitraum von gut zwei Jahren bewährt.

Literatur

  1. Hortobagyi GN et al. Updated results from MONALEESA-2, a phase III trial of first-line ribociclib plus letrozole versus placebo plus letrozole in hormone receptor-positive, HER2-negative advanced breast cancer. Ann Oncol. 2018;29(7): 1541–7PubMedGoogle Scholar

Copyright information

© Springer Medizin Verlag GmbH, ein Teil von Springer Nature 2018

Authors and Affiliations

  • Judith Neumaier
    • 1
  1. 1.

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