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Im Focus Onkologie

, Volume 21, Issue 12, pp 32–32 | Cite as

Vitamin D macht keinen Unterschied für das Lungenkrebsrisiko

  • Christian Behrend
Pneumoonkologie Literatur kompakt
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Könnten womöglich Nahrungssupplemente wie Vitamin D das Lungenkrebsrisiko senken? Eine umfassende Studie gibt eine ernüchternde Antwort.

Zahlreiche Studien und 2 umfassende Metaanalysen deuten darauf hin, dass Vitamin D das Lungenkrebsrisiko bei Rauchern und ehemaligen Rauchern senken könnte. Um eine definitive Antwort zu finden, hat das Lung Cancer Cohort Consortium (LC3) des US National Institutes of Health die im Blut zirkulierende Vitamin-D-Konzentration von mehreren tausend Probanden mit der Lungenkrebsinzidenz abgeglichen. Für die Studie wurde auf die 20 Kohorten des LC3 zurückgegriffen. Insgesamt umfasste die Studie 5.313 Lungenkrebsfälle und 5.313 Kontrollen, die mit Rücksicht auf Kohorte, Geschlecht, Alter, ethnische Zugehörigkeit, Datum der Blutabgabe und Rauchstatus gematcht wurden. Für alle Probanden wurden die im prädiagnostischen Blut zirkulierenden Vitamin-D-Konzentrationen erfasst. Dabei wurden die Konzentrationen von Vitamin D2 und D3 zu einem Gesamtmesswert „Vitamin D“ kombiniert. Im Durchschnitt lagen Blutproben aus der Zeit 5 Jahre vor der Lungenkrebsdiagnose vor.

Insgesamt wurde kein offensichtlicher Zusammenhang zwischen Vitamin-D-Spiegeln und dem Risiko für Lungenkrebs beobachtet. Der Risikoquotient (Odds Ratio [OR]) lag für eine gedoppelte Konzentration bei 0,98. Auch wurde keine klare Evidenz für einen Zusammenhang mit Kohorte, Alter, Geschlecht, Rauchstatus oder Histologie gefunden.

Fazit: In der Analyse wurde kein Zusammenhang zwischen Vitamin-D-Spiegeln und dem Lungenkrebsrisiko gefunden — selbst wenn die Forscher die Auswertung auf jene Probanden mit besonders niedrigen Blut-Vitamin-D-Werten beschränkten.

Literatur

  1. Muller DC et al. No association between circulating concentrations of vitamin D and risk of lung cancer: an analysis in 20 prospective studies in the Lung Cancer Cohort Consortium (LC3). Ann Oncol. 2018;29(6):1468–75CrossRefGoogle Scholar

Copyright information

© Springer Medizin Verlag GmbH, ein Teil von Springer Nature 2018

Authors and Affiliations

  • Christian Behrend
    • 1
  1. 1.

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