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Im Focus Onkologie

, Volume 21, Issue 9, pp 83–83 | Cite as

Docetaxel begünstigt Absinken des PSA-Spiegels bei mHSPC

  • Christian Behrend
Uroonkologie Kongressbericht
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Der Wert für das prostataspezifische Antigen (PSA) nach 7 Monaten Therapie gilt als Prognosefaktor bei metastasiertem hormonsensitivem Prostatakarzinom (mHSPC). Die Gabe von Docetaxel erhöht die Wahrscheinlichkeit auf einen günstigen PSA-Wert und somit auch für ein längeres Überleben.

Forscher aus den USA untersuchten in einer Sekundäranalyse einer randomisierten Phase-III-Studie die Beziehung zwischen dem PSA-Wert und dem Überleben von Patienten mit mHSPC nach einer Androgendeprivationstherapie (ADT). 358 der 790 mHSPC-Patienten erhielten zusätzlich zur ADT 6 Zyklen Docetaxel, die übrigen nur die ADT. 719 Patienten erfüllten die Anforderungen der PSA-Analyse (PSA-Wert 7 Monate nach ADT-Beginn). Das mediane Follow-up betrug 23,1 Monate.

Der PSA-Wert nach 7 Monaten ist prognostisch bei mHSPC.

© molekuul.be / stock.adobe.com

Durch die zusätzliche Gabe von Docetaxel verdoppelte sich nach 7-monatiger Therapie die Wahrscheinlichkeit für einen PSA-Spiegel ≤ 0,2 ng/ml (28,8 vs. 45,3 %). Faktoren wie eine kleinvolumige Erkrankung, vorherige lokale Therapie oder ein niedriger PSA-Spiegel zu Therapiebeginn begünstigten den Therapieerfolg ebenfalls.

Lag bei den Patienten nach 7 Monaten ein PSA-Spiegel ≤ 0,2 ng/ml statt > 0,4 ng/ml vor, war das mediane Gesamtüberleben (OS) 3-mal so lang (60,4 vs. 22,2 Monate; p < 0,001). Auch ein niedriges Tumorvolumen war ein prognostischer Faktor für ein längeres OS (p < 0,01). Patienten, die nur eine ADT erhielten und nach 7 Monaten einen PSA-Wert von ≤ 0,2 ng/ml erzielten, hatten die besten Überlebenschancen; 56,7 % von ihnen hatten eine niedrigvolumige Krankheit. Die Addition von Docetaxel zur ADT kann also gerade bei Patienten mit großvolumigem mHSPC die Chance erhöhen, PSA-Werte unter 0,2 ng/ml nach 7 Therapiemonaten zu erreichen.

Zudem ist es wichtig, Patienten, die keine idealen PSA-Werte erreichen, rechtzeitig eine alternative Therapie anbieten zu können.

Fazit: Bei Patienten mit metastasiertem hormonsensitivem Prostatakarzinom gilt der Spiegel des prostataspezifischen Antigens nach 7-monatiger ADT als Prognosefaktor für das Überleben. Die zusätzliche Gabe von Docetaxel erhöht die Wahrscheinlichkeit, günstige Werte zu erreichen.

Literatur

  1. Harshman LH et al. Seven-Month Prostate-Specific Antigen Is Prognostic in Metastatic Hormone-Sensitive Prostate Cancer Treated With Androgen Deprivation With or Without Docetaxel. J Clin Oncol. 2018;36(4):376–82.CrossRefPubMedGoogle Scholar

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Authors and Affiliations

  • Christian Behrend
    • 1
  1. 1.

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