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Im Focus Onkologie

, Volume 21, Issue 9, pp 14–14 | Cite as

Reseziertes Stadium-III-Melanom: Länger rezidivfrei mit PD-1-Hemmer adjuvant

  • Barbara Kreutzkamp
Dermatoonkologie Literatur kompakt
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Die adjuvante Gabe des PD-1-Inhibitors Pembrolizumab verlängert bei Patienten mit komplett reseziertem Stadium-III-Melanom das rezidivfreie Überleben im Vergleich zu einer Placebotherapie. Das ist das Ergebnis einer neuen Phase-III-Studie.

Der monoklonale Antikörper Pembrolizumab ist eine wichtige immunologisch wirksame Substanz u. a. in der Behandlung des fortgeschrittenen Melanoms. Das progressionsfreie und Gesamtüberleben ist unter dem PD-1-Hemmer im Vergleich zu dem CTLA-4-Blocker Ipilimumab verlängert — unabhängig von der PD-L1-Expression und dem BRAF-Mutationsstatus. Ipilimumab ist zur adjuvanten Therapie von Patienten mit reseziertem Stadium-III-Melanom zugelassen. In der EORTC-1325-Studie wurde nun Pembrolizumab über ein Jahr mit Placebo zur adjuvanten Behandlung von Patienten mit reseziertem Stadium-III-Hochrisiko-Melanom verglichen.

Über ein Jahr wurde Pembrolizumab oder Placebo adjuvant gegeben.

© Darren Mower / iStock .com

Einbezogen in die doppelblinde Phase-III-Studie waren Patienten mit einem komplett entfernten Melanom im Stadium III, die entweder 200 mg Pembrolizumab i .v. alle 3 Wochen (n = 514) oder eine entsprechende Placebo-Infusion (n = 505) über etwa 1 Jahr erhalten hatten. Primäres Studienziel waren das rezidivfreie Überleben sowohl in der Intention-to-Treat-Population als auch in der Patientensubgruppe mit positivem PD-L1-Status. Die PD-L1-Expression wurde mithilfe eines immunhistochemischen Assays bestimmt und einem Skalenwert zwischen 0–5 zugeordnet. Ein Wert von ≥ 2 galt als PD-L1-positiv.

In der medianen Nachbeobachtungszeit von 15 Monaten zeigten die Patienten der gesamten Pembrolizumab-Gruppe ein signifikant verlängertes rezidivfreies Überleben im Vergleich zu den Patienten im Placeboarm, entsprechend einer rezidivfreien 1-Jahres-Überlebensrate von 75 versus 61,0 % (Hazard Ratio [HR] für Rezidiv und Tod 0,57; p < 0,001). In der Gruppe von Patienten mit PD-L1-positiven Tumoren, insgesamt 853, betrug die rezidivfreie 1-Jahres-Überlebensrate unter dem PD-1-Inhibitor 77,1 % im Vergleich zu 62,6 % im Placeboarm (HR 0,54; p < 0,001). Nebenwirkungen von Grad 3–5 traten bei 14,7 % der Patienten im Verum- und bei 3,4 % der Teilnehmer im Placeboarm auf.

Fazit: Bei Patienten mit reseziertem Stadium-III-Melanom verlängert eine adjuvante Behandlung mit dem PD-1-Inhibitor Pembrolizumab das rezidivfreie Überleben im Vergleich zu Placebo. Nebenwirkungen traten in der Verumgruppe häufiger auf als in der Placebogruppe, neue Nebenwirkungen wurden nicht registriert.

Literatur

  1. Eggermont AMM et al. Adjuvant prembrolizumab versus placebo in resected stage III melanoma. N Engl J Med. 2018;378(19):1789-801.CrossRefPubMedCentralGoogle Scholar

Copyright information

© Springer Medizin Verlag GmbH, ein Teil von Springer Nature 2018

Authors and Affiliations

  • Barbara Kreutzkamp
    • 1
  1. 1.

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