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Alkohol, Tabak und SIDS

Der plötzliche Kindstod folgt auf Schnaps und Rauch

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Ein Forscherteam aus den USA hat in einer Studie die Interaktion der beiden Risikofaktoren Rauchen und Trinken im Rahmen des plötzlichen Kindstods ("sudden infant death syndrome", SIDS) untersucht [Elliott AJ et al. EClinicalMedicine 2020, http://doi.org/dkmc]. Die Wissenschaftler werteten dafür die Daten von 10.088 Frauen, 11.892 Schwangerschaften und 12.029 Feten aus, die über das erste Jahr nach ihrer Geburt hinweg nachbeobachtet wurden.

1-Jahres-Daten konnten für 94,2 % der Kinder erhoben werden. In diesem Zeitraum waren 66 Kinder verstorben, 28 davon hatte ein plötzlicher Kindstod ereilt. Besonders groß war die Gefahr, plötzlich zu sterben, für Kinder, deren Mütter während der Schwangerschaft über das erste Trimenon hinaus geraucht und Alkohol getrunken hatten. Ihr mit Blick auf Einflussgrößen adjustiertes relatives SIDS-Risiko war 11,8-mal so hoch wie jenes von Kindern, deren Mütter nie Tabak oder Alkohol konsumiert hatten oder zumindest früh in der Schwangerschaft damit aufgehört hatten. Absolut handelte es sich in den beiden Gruppen um 15 versus 3 plötzlich verstorbene Kinder. Alkoholkonsum oder Rauchen allein erhöhten das Risiko für SIDS um den Faktor 4,0 und 4,9. Nach Korrektur gegen die Effekte mehrfacher Testung am gleichen Datensatz waren letztere Ergebnisse aber nicht statistisch signifikant. Dr. Robert Bublak

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Bublak, R. Der plötzliche Kindstod folgt auf Schnaps und Rauch. gynäkologie + geburtshilfe 25, 12 (2020). https://doi.org/10.1007/s15013-020-2990-4

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