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hautnah dermatologie

, Volume 34, Issue 5, pp 22–22 | Cite as

Hautkrebs ist mit erhöhter Inzidenz für nachfolgende Hautmalignome assoziiert

  • Christine Starostzik
Literatur kompakt
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Das Risiko, einen zweiten Tumor gleicher Art zu entwickeln, ist bei Hautkrebs erhöht. Nun wurde untersucht, wie oft sich nach einem Plattenepithelkarzinom, Basalzellkarzinom oder Melanom ein anderer Hautkrebstyp entwickelt.

50.510 Melanompatienten- und 64.054 Patienten mit Plattenepithelkarzinom („squamous cell carcinoma“, SCC), die zwischen 1989 und 2009 im niederländischen Krebsregister erfasst worden waren, sowie 5.776 Melanom-, 5.749 SCC- und 41.485 Basalzellkarzinom(BCC)-Patienten aus dem regionalen Eindhoven-Krebsregister wurden bis zum Studienende, bis zum Auftreten einer zweiten Hautkrebserkrankung oder bis zu ihrem Tod beobachtet. Bei der Mehrzahl der Probanden trat der zweite Hauttumor innerhalb von fünf Jahren nach dem ersten auf, bei 12–21 % allerdings mit einem Abstand von elf bis 21 Jahren. Das kumulative Melanomrisiko nach einem ersten SCC oder BCC lag innerhalb von 21 Jahren bei 1,7 % und 1,3 % für Männer, respektive bei 1,3 % und 1,2 % für Frauen. Waren ein Melanom oder ein BCC der Ersttumor, erreichte das SCC-Risiko bei den Männern 4,6 % und 9,3 %, bei den Frauen 2,6 % und 4,1 %. An einem BCC nach einem ersten Melanom oder SCC erkrankten im Beobachtungszeitraum 13,2 % und 27,8 % der Männer und 14,9 % und 21,1 % der Frauen. Insgesamt wurden bei Patienten mit Ersttumor drei- bis siebenmal so viele weitere Hautmalignome festgestellt wie üblicherweise erwartet. Dieses Risiko war in den ersten fünf Jahren nach der Ersttumordiagnose am höchsten, blieb aber bis zu 21 Jahre auf hohem Niveau erhalten.

Fazit: Die hohe Inzidenz eines auf ein kutanes Malignom nachfolgenden Hauttumors könnte auf gemeinsamen Risikofaktoren, aber auch der größeren Aufmerksamkeit vonseiten der Ärzte beruhen. Auch seien die Betroffenen nach einer solchen Erkrankung wahrscheinlich wachsamer, so die Autoren: Die meisten erneuten Diagnosen (52–66 %) seien in den überwachungsintensivsten fünf Jahren nach dem ersten Befund gestellt worden.

Literatur

  1. van der Leest RJT et al. Risks of different skin tumour combinations after a first melanoma, squamous cell carcinoma and basal cell carcinoma in Dutch population-based cohorts: 1989–2009. J Eur Acad Dermatol Venereol. 2018; 32: 382–9CrossRefGoogle Scholar

Copyright information

© Springer Medizin Verlag GmbH, ein Teil von Springer Nature 2018

Authors and Affiliations

  • Christine Starostzik
    • 1
  1. 1.

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