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MMW - Fortschritte der Medizin

, Volume 161, Supplement 3, pp 19–19 | Cite as

Seltene Ursache einer heilbaren Hypertonie

  • H. Holzgreve
FORTBILDUNG . KRITISCH GELESEN
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Prof. Dr. med. H. Holzgreve Internist, München

Bei einer 34-jährigen Frau war im Rahmen einer Tinnitus-Untersuchung erstmals eine labile Hypertonie diagnostiziert worden. Eine Duplex-Sonografie der Nierenarterien offenbarte eine Flussbeschleunigung und Turbulenzen im proximalen Abschnitt der rechten und im mittleren Abschnitt der linken Nierenarterie. Bei der Angiografie zeigte sich eine unifokale Stenose der rechten Arterie (Abb. A); links lag sogar eine multifokale, perlschnurartige Stenose vor (Abb. B). Der Druckgradient über die Stenose betrug rechts 70 mmHg, links 50 mmHg.

A, B: Nierenarterienstenosen, rechts unifokal und links multifokal. C, D: Zustand nach Katheterdilatation.

© Eur Heart J. 2019;40;2533

Die perkutane, transluminale Angioplastie beseitigte die Stenosen (Abb. C, D) und führte zur Normalisierung der Druckgradienten auf 3 bzw. 0 mmHg. Auch nach Absetzen aller Antihypertensiva blieb der Blutdruck normal.

Derartige fibromuskuläre Stenosen treten am häufigsten unifokal, bisweilen auch multifokal an Nierenarterien junger Patienten auf. Sie können die Ursache schwerer, eventuell therapieresistenter Hypertonien sein. Seltener können auch andere Arterien wie die Karotiden oder auch zerebrale und abdominelle Arterien betroffen sein.

Literatur

  1. Kadian-Dodov D, Lookstein R, Olin JW. Focal and multifocal renal artery fibromuscular dysplasia. Eur Heart J. 2019;40;2533CrossRefGoogle Scholar

Copyright information

© Springer Medizin Verlag GmbH, ein Teil von Springer Nature 2019

Authors and Affiliations

  • H. Holzgreve
    • 1
  1. 1.

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