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MMW - Fortschritte der Medizin

, Volume 161, Issue 19, pp 28–28 | Cite as

Warum streicht die KV die TENS-Ziffer?

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? Dr. H.-J. G., Allgemeinarzt, Bayern: Die KV hat mir mehrmals die Nr. 30 712 für die transkutane Nervstimulation (TENS) gestrichen. Wir haben den Patienten neun Mal behandelt.

! MMW-Experte Walbert: Für die TENS-Behandlung ist die Diagnose von Bedeutung: Die Nr. 02 511 für die Elektrotherapie mit nieder- oder mittelfrequenten Strömen (1,19 Euro) kommt bei Schmerzzuständen wie einer Neuralgie oder einem Wirbelsäulensyndrom infrage, die gezielte Elektrostimulation nach Nr. 02 512 (2,06 Euro) bei spastischen und/oder schlaffen Lähmungen. Beide können je Sitzung auch bei mehreren Anwendungsorten nur einmal abgerechnet werden, die Nr. 02 511 nur achtmal pro Quartal.

Für die längerfristige Therapie eines chronischen Schmerzsyndroms kommt die Verordnung eines TENS-Gerätes infrage. Für die Anleitung des Patienten zur Selbstanwendung gibt es die Nr. 30 712 (7,25 Euro). Sie ist höchstens fünfmal in vier aufeinander folgenden Quartalen (Krankheitsfall) abrechnungsfähig. Sie schließt im Quartal die Nrn. 03 040, 03 220 und 03 221 aus. Werden diese Feinheiten nicht beachtet, stellt die KV das automatisch per EDV sachlich und rechnerisch richtig.

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