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MMW - Fortschritte der Medizin

, Volume 161, Issue 14, pp 39–39 | Cite as

Zum Mitschreiben: Das Alphabet der Melanom-Diagnose

  • H. Holzgreve
FORTBILDUNG . KRITISCH GELESEN
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Prof. Dr. med. H. Holzgreve Internist, München

Es sind fünf Kriterien, die eine Hautveränderung verdächtig auf ein Melanom machen. Man kann sich diese gar nicht oft genug in Erinnerung rufen, deshalb wollen wir das an dieser Stelle wieder einmal tun. Zum Glück gibt es ein mnemotechnisches Hilfsmittel, die ABCDE-Regel. Hierauf muss man achten:

Asymmetrie: Der Pigmentfleck ist flächenmäßig nicht symmetrisch rund oder oval.

Begrenzung: Der Rand ist unregelmäßig, verwaschen oder gezackt.

Color: Der Fleck hat unterschiedliche Farben, changiert zwischen hell und dunkel, rot bis schwarz.

Durchmesser: Er ist größer als 6 mm und erhebt sich über das Hautniveau.

Entwicklung: Im Vergleich zu einem früheren Zeitpunkt haben sich Farbe, Größe und/oder Dicke merklich verändert.

Wichtig: Wenn auch nur eines dieser Kriterien bei einem Patienten festgestellt wird, sollte dieser einem Facharzt für Dermatologie vorgestellt werden.

Zwar treten die meisten Melanome an Sonnenlicht-exponierten Stellen wie Gesicht, Nacken, Beinen und Stamm auf, doch gibt es auch Ausnahmen, z. B. an Hand- oder Fußsohlen. Etwa 10% aller Melanome sind amelanotisch oder hypopigmentiert.

Dieser Pigmentfleck erfüllt alle fünf Kriterien der ABCDE-Regel. Es handelt sich um ein malignes Melanom.

© CMAJ. 2019;191:E535

Literatur

  1. Micieli R, Pon K. Melanoma. CMAJ. 2019;191:E535CrossRefGoogle Scholar

Copyright information

© Springer Medizin Verlag GmbH, ein Teil von Springer Nature 2019

Authors and Affiliations

  • H. Holzgreve
    • 1
  1. 1.

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