Advertisement

MMW - Fortschritte der Medizin

, Volume 161, Issue 14, pp 37–37 | Cite as

Dieser Blasenstein ist museumsreif!

  • H. Holzgreve
FORTBILDUNG . KRITISCH GELESEN
  • 12 Downloads

Prof. Dr. med. H. Holzgreve Internist, München

Ein 23-jähriger Mann berichtete über häufigen Harndrang, Miktionsbeschwerden, einen schwachen Harnstrahl, eine gelegentliche Rotfärbung des Urins sowie das Gefühl, die Blase nicht entleeren zu können. Diese Beschwerden bestanden schon seit Jahren. Bei mäßigem Alkoholkonsum waren seine Leber- und Nierenwerte leicht erhöht.

Die Untersuchung ergab neben einer vergrößerten Leber eine suprapubisch ertastbare, nicht schmerzhafte, harte Resistenz. Die Urinkultur blieb negativ. Im Ultraschall und auf der Röntgenaufnahme sah man einen sehr großen, röntgendichten Blasenstein, ferner kleine Nierensteine in beiden Nierenbecken (Abb. A).

A, B: Ein die Harnblase füllender Stein.

© Int J Case Rep Images. 2019;10:100996Z01OJ2019

Der Blasenstein wurde mittels offener Zystolithotomie unter Spinalanästhesie entfernt. Er hatte eine Größe von 12 × 9 × 6 cm und wog 1,5 kg (Abb. B). Bereits ab einem Gewicht von „nur“ 100 g spricht man von einem Riesen-Blasenstein („giant bladder calculus“). Über die Zusammensetzung dieses Prachtexemplars wird leider nicht berichtet.

Literatur

  1. John OC, Okwudili OA. Giant bladder calculus in a male patient with chronic alcoholic liver disease. Int J Case Rep Images. 2019;10:100996Z01OJ2019Google Scholar

Copyright information

© Springer Medizin Verlag GmbH, ein Teil von Springer Nature 2019

Authors and Affiliations

  • H. Holzgreve
    • 1
  1. 1.

Personalised recommendations