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MMW - Fortschritte der Medizin

, Volume 161, Issue 7, pp 74–74 | Cite as

Benignes Prostatasyndrom

Therapie schont Sexualfunktion

  • Martina-Jasmin Utzt
PHARMAFORUM
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_ Zwischen dem benignen Prostatasyndrom (BPS) und sexuellen Funktionsstörungen gibt es eine hohe Koinzidenz, berichtete Prof. Thomas Bschleipfer, leitender Urologe am Klinikum Weiden. Aber auch zahlreiche BPS-Präparate können Sexualprobleme verstärken oder auslösen. Unter der Therapie mit α1-Blockern (ARB) kommt es oft zu Ejakulationsstörungen, 5α-Reduktasehemmer (5-ARI) wie Finasterid können sich auf viele Bereiche der Sexualfunktion auswirken.

Phyto-Option ohne Nebenwirkung

Pflanzliche Extrakte aus Sägepalmenfrüchten, in Deutschland z. B. verfügbar als Sabal-Urtica-Fixkombination PRO 160/120 (Prostagutt® forte), zeigten in Studien dagegen keinen negativen Einfluss auf die Sexualfunktion oder sogar leicht positive Effekte [Vela-Navarrete et al. BJU Int 2018; Giulianelli et al. Arch Ital Urol Anrol 2012].

Dies spiegelte sich auch in den Ergebnissen einer Online-Befragung von 480 BPS-Patienten wider, die mindestens einen Monat lang ARB, 5-ARI oder PRO 160/120 eingenommen hatten. Hierbei erwies sich das pflanzliche Präparat als sehr gut bzw. gut verträglich, auch hinsichtlich möglicher sexueller Nebenwirkungen. Erektions- und Ejakulationsfähigkeit wurden besser bewertet als unter synthetischen Prostatamitteln.

Literatur

  1. Expertenworkshop „BPS — aktuelle Aspekte zur medikamentösen Therapie“, Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Urologie; Dresden, 25.September 2018 (Veranstalter: Schwabe)Google Scholar

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Authors and Affiliations

  • Martina-Jasmin Utzt
    • 1
  1. 1.

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