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MMW - Fortschritte der Medizin

, Volume 161, Issue 6, pp 15–15 | Cite as

Bluthochdruck durch Feierabendbier

  • Joana Schmidt
AKTUELLE MEDIZIN . REPORT
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Bereits ein moderater Alkoholkonsum von 7–13 Drinks pro Woche erhöht das Hypertonie-Risiko substanziell.

_ Moderater Alkoholkonsum hebt nicht nur die Laune in geselligen Runden, sondern soll auch die Herzgesundheit fördern. Letzteres wurde oft genug auch durch wissenschaftliche Studien attestiert.

Doch eine neue Studie aus den USA wirkt hier wie eine Spaßbremse. Selbst regelmäßiger niedriger Alkoholkonsum wirke sich negativ auf die Herzgesundheit aus, berichten Forscher der Wake Forest Universität in North Carolina beim ACC-Kongress 2019.

Die Autoren werteten Daten von Teilnehmern der NHANES-Studie aus, die regelmäßig nach ihren Trinkgewohnheiten befragt und hinsichtlich Hypertonie überwacht wurden. Die 17.000 Probanden wurden je nach Alkoholkonsum in drei Gruppen aufgeteilt (Abstinenz, mäßiger und hoher Konsum [bis 13 bzw. über 14 Drinks pro Woche]).

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Das Ergebnis nach Adjustierung für andere Einflussfaktoren: Bereits gemäßigte Trinker hatten eine um 53% höheres Risiko für Hypertonie im Stadium 1 (130–139/80–89 mmHg) und ein doppelt so hohes Risiko für Hypertonie im Stadium 2 (> 140/> 90 mmHg) wie die alkoholfreie Gruppe. Die „Vieltrinker“ wiesen sogar ein um 69% erhöhtes Risiko für Hypertonie im Stadium 1 auf; ihr Risiko für Hypertonie im Stadium 2 war 2,4-fach erhöht.

Da Bluthochdruck ein führender kardiovaskulärer Risikofaktor ist, widerspricht die Studie der Auffassung, dass moderater Alkoholkonsum die Herzgesundheit fördert.

Literatur

  1. Aladin A et al.; Moderate Alcohol Consumption Linked With High Blood Pressure. ACC-Jahreskongress 2019, New Orleans, 16.–18. März 2019Google Scholar

Copyright information

© Springer Medizin Verlag GmbH, ein Teil von Springer Nature 2019

Authors and Affiliations

  • Joana Schmidt
    • 1
  1. 1.

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