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MMW - Fortschritte der Medizin

, Volume 161, Issue 2, pp 63–63 | Cite as

Typ-2-Diabetes

Fix kombiniert gegen zu hohen Blutzucker

  • Ellen Jahn
PHARMAFORUM
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_ „Die Diabetestherapie muss in ihren Behandlungszielen noch stärker die kardiovaskuläre Risikoreduktion fokussieren“, erklärte der Diabetologe Prof. Dirk Müller-Wieland von der Medizinischen Klinik I der RWTH Aachen. Schließlich haben Typ-2-Diabetiker gegenüber der gesunden Bevölkerung ein bis zu vierfach erhöhtes Herz-Kreislauf-Risiko. Bei der Therapieentscheidung sollte die koronare Herzkrankheit (KHK), der Myokardinfarkt und vor allem die Herzinsuffizienz und das häufig verkannte Vorhofflimmern (VHF) mehr Aufmerksamkeit erhalten.

Konkret warf Prof. Nikolaus Marx, Direktor der Medizinischen Klinik I des Universitätsklinikums der RWTH Aachen die Frage auf: „Welche Medikamente sind im Fall einer 65-jährigen Patientin mit Herzinsuffizienz und einem HbA1c von 8,2% unter Metformin (2 × 1.000 mg/d) indiziert?“ fragte.

Betrachtet man die fraglichen Substanzklassen, so ist die Datenlage bei Herzinsuffizienz für Sulfonylharnstoffe und Insuline eher widersprüchlich oder ungünstig, für GLP-1-Rezeptoragonisten und den DPP-4-Hemmer Sitagliptin neutral, günstig dagegen für die SGLT-2-Inhibitoren. Aus Endpunktstudien gibt es klare Empfehlungen für SGLT-2-Hemmer. So zeigen die EMPA-REG-Daten ein um 35% reduziertes Hospitalisierungsrisiko wegen Diabetes und Herzinsuffizienz.

Die Verordnung von Marx lautete somit Metformin plus Empagliflozin. Im weiteren Schritt kann die Fixkombination aus Ertugliflozin und Sitagliptin (Steglujan®) zum Einsatz kommen. Wie die Daten der Phase-III-Studie VERTIS SITA aus dem klinischen Zulassungsprogramm VERTIS (Evaluation of Ertugliflozin efficacy and safety) zeigen, bringt die additive Gabe von Ertugliflozin zu Metformin plus Sitagliptin nicht nur signifikante HbA1c-Wertsenkungen, sondern trägt auch zur Blutdrucksenkung bei. Die Fixkombination aus dem SGLT-2-Hemmer Ertugliflozin und dem DPP-4-Hemmer Sitagliptin (Steglujan®) macht zudem die Tabletteneinnahme überschaubar und hält die Zuzahlung in Grenzen.

Literatur

  1. Workshop: „Reduktion des vaskulären Risikos bei Typ-2-Diabetes: Was, wann, warum tun?“, 12. Diabetes Herbsttagung der Deutschen Diabetes Gesellschaft (DDG); Wiesbaden, November 2018 (Veranstalter: MSD)Google Scholar

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Authors and Affiliations

  • Ellen Jahn
    • 1
  1. 1.

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