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MMW - Fortschritte der Medizin

, Volume 160, Issue 20, pp 74–74 | Cite as

Vorteile für Hydromorphon

Opioide im direkten Vergleich

  • Roland Fath
PHARMAFORUM
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_ PD Dr. Michael Überall, Nürnberg, berichtete über Daten aus dem Praxisregister Schmerz der Deutschen Gesellschaft für Schmerzmedizin (DGS), in dem aktuell 24.379 Behandlungen mit oralen WHO-3-Opioiden erfasst sind. Therapieabbrüche waren unter Hydromorphon mit einer Rate von 34,6% deutlich seltener als in den Vergleichsgruppen mit Oxycodon (48,7%) und Morphin (75,7%) [Überall MA et al. Schmerzmedizin. 2018;5:64–71]. Dabei sei Hydromorphon am besten vertragen worden und in der Schmerzreduktion am stärksten gewesen. Auch die Lebensqualität sei am höchsten gewesen.

„Morphin ist sicher nicht mehr der Goldstandard der Opioidtherapie, schon gar nicht in der Tumorschmerztherapie“, ergänzte Dr. Johannes Horlemann, niedergelassener Facharzt für Schmerz- und Palliativmedizin, Kevelaer. Gerade bei älteren und multimorbiden Schmerzpatienten gebe es mit Morphin deutliche Probleme mit der Verträglichkeit.

Pharmakologische Vorteile

Besser geeignet sei Hydromorphon, das in der Praxisleitlinie Tumorschmerz der DGS aufgrund seiner pharmakologischen Vorteile als Präferenzsubstanz genannt wird. Da es keine aktiven Metabolite bildet, ist es auch bei Niereninsuffizienz geeignet. Zur Therapie stehen kostengünstige Generika zur Verfügung (z. B. Hydromorphon Aristo® long).

Literatur

  1. Symposium „Tabuthemen in der Schmerztherapie“, Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Palliativmedizin; Bremen, 6. September 2018 (unterstützt von Aristo)Google Scholar

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© Springer Medizin Verlag GmbH, ein Teil von Springer Nature 2018

Authors and Affiliations

  • Roland Fath
    • 1
  1. 1.

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