MMW - Fortschritte der Medizin

, Volume 160, Issue 7, pp 9–9 | Cite as

US-Studie

Persönlicher Bankrott lässt Sterberisiko steigen

AKTUELLE MEDIZIN . MAGAZIN
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Große finanzielle Verluste bringen nicht nur existenzielle Sorgen mit sich, sie kosten offenbar vielen Betroffenen das Leben.

_ Lindsay R. Pool und ihr Team von der Northwestern University Feinberg School of Medicine haben 8.714 Personen jenseits der 50 über einen Zeitraum von 20 Jahren nachbeobachtet. Als „schockierende“ Vermögenseinbuße definierten die Forscher einen Verlust des Haushaltsnettowerts um mindestens 75% innerhalb von zwei Jahren. Zwischen 1994 und 2014 waren davon 2.430 Teilnehmer betroffen, also etwa ein Viertel der gesamten Studienpopulation. Sie verloren kurzfristig im Mittel einen Nettobetrag von rund 100.000 Dollar. Dieser Verlust ging im Vergleich zu einer Referenzgruppe ohne nennenswerte Einbußen mit einem 1,5-fach erhöhten Mortalitätsrisiko innerhalb von 20 Jahren einher.

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Bezogen auf 1.000 Personenjahre betrug die Sterberate in der Kontrollgruppe 30,6, in der Gruppe mit dem Finanzdebakel dagegen 64,9 — damit war sie nur wenig niedriger als bei den Menschen, die schon zu Studienbeginn unter der Armutsgrenze lagen (73,4 Todesfälle/1.000 Personenjahre).

Literatur

  1. Pool LR et al. JAMA 2018;319 (13):1341–1350CrossRefGoogle Scholar

Copyright information

© Springer Medizin Verlag GmbH, ein Teil von Springer Nature 2018

Authors and Affiliations

  • eo
    • 1
  1. 1.

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