Schlaganfallprophylaxe mit gutem Nutzen-Risiko-Profil
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_ Bei den meisten Patienten mit nicht-valvulärem Vorhofflimmern (VHF) ist eine orale Antikoagulation zur Prophylaxe von Schlaganfällen unverzichtbar. Eine Therapie mit dem Faktor-Xa-Hemmer Apixaban (Eliquis™) besitzt eine hohe Wirksamkeit bei geringem Blutungsrisiko und ist in der Praxis einfach zu handhaben. In mehreren klinischen Studien hat sich die Substanz hinsichtlich des Nutzen-Risiko-Profils mit am günstigsten erwiesen, sagte Prof. Martin Moser vom Universitäts-Herzzentrum Freiburg/Bad Krozingen.
ARISTOTLE: Weniger Schlaganfälle, weniger schwere Blutungen
In der Studie ARISTOTLE (Apixaban for Reduction in Stroke and other thromboembolic events in atrial fibrillation) bei 18.201 Risikopatienten mit nicht-valvulärem VHF war der Faktor-Xa-Hemmer (5 mg bzw. 2,5 mg, jeweils zweimal täglich) in der Schlagfanfallprophylaxe signifikant wirksamer als der Vitamin-K-Antagonist Warfarin. Das Risiko für Schlaganfälle oder systemische Embolien (primärer Endpunkt) war im Verlauf von im Median 1,8 Jahren in der Apixaban-Gruppe relativ um 21% verringert (Hazard Ratio 0,69, p = 0,01). Die Rate ischämischer Schlaganfälle wurde fast halbiert (0,24% vs. 0,47% pro Jahr, p < 0,001) und die Gesamtmortalität (sekundärer Endpunkt) relativ um 11% reduziert (p = 0,047) [Granger CB et al. N Engl J Med. 2011].
Deutliche Vorteile im Vergleich zur Warfarin-Gruppe wurden auch beim Blutungsrisiko (sekundäre Endpunkte) dokumentiert. Das Risiko für schwere Blutungen war unter Apixaban relativ um 31% (p < 0,001), das Hirnblutungsrisiko sogar um mehr als die Hälfte verringert (p < 0,001). Bei der Rate gastrointestinaler Blutungen gab es keine Unterschiede zwischen der Apixaban- und der Warfarin-Gruppe.
Bei Vorhofflimmern gilt es, einen Infarkt in der A. cerebri media (wie hier) zu verhindern.
© Allgemeines Krankenhaus Altona
Literatur
- Pressegespräch „Apixaban in der Schlaganfallprophylaxe bei Vorhofflimmern — Sicherheits- und Wirksamkeitsaspekte in der Antikoagulation, Praxisfälle und aktuelle Studienergebnisse“; Wiesbaden, April 2015 (Veranstalter: Bristol-Myers Squibb und Pfizer)Google Scholar
