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InFo Neurologie & Psychiatrie

, Volume 20, Issue 12, pp 16–17 | Cite as

Kryptogener Schlaganfall bei Patienten unter 60 Jahren

Offenes Foramen ovale verschließen, Thrombozyten hemmen oder antikoagulieren?

  • Hans-Christoph DienerEmail author
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Fragstellung: Ist der interventionelle Verschluss eines offenen Foramen ovale (patent foramen ovale, PFO) bei Patienten mit kryptogenem Schlaganfall im Alter unter 60 Jahren einer antithrombotischen Therapie überlegen?

Hintergrund: Ein großes PFO mit einem erheblichen Rechts-Links-Shunt ist bei Patienten mit kryptogenem Schlaganfall im Alter unter 60 Jahren ein Risikofaktor für einen erneuten Schlaganfall. In den letzten beiden Jahren wurden vier randomisierte Studien publiziert, die alle eine signifikante Überlegenheit eines interventionellen PFO-Verschlusses gegenüber einer antithrombotischen Therapie fanden. Dies hat zu einer Reihe von Metaanalysen sowie zu Therapieempfehlungen der Deutschen Gesellschaft für Neurologie, der Deutschen Schlaganfallgesellschaft und der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie geführt [1]. Auch im British Medical Journal (BMJ) wurde nun eine Empfehlung publiziert.

Methodik: Im BMJ wurde eine Metaanalyse aus acht randomisierten Studien publiziert [2, 3]....

Referenzen

  1. 1.
  2. 2.
    Kuijpers T et al. BMJ 2018;362:k2515CrossRefGoogle Scholar
  3. 3.
    Mir H et al. BMJ open 2018;8:e023761CrossRefGoogle Scholar

Literatur

  1. Kuijpers T, Spencer FA, Siemieniuk R et al. Patent foramen ovale closure, antiplatelet therapy or anticoagulation therapy alone for management of cryptogenic stroke? A clinical practice guideline. BMJ 2018;362:k2515CrossRefGoogle Scholar

Copyright information

© Springer Medizin Verlag GmbH, ein Teil von Springer Nature 2018

Authors and Affiliations

  1. 1.Medizinische Fakultät der Universität Duisburg-EssenEssenDeutschland

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