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InFo Hämatologie + Onkologie

, Volume 22, Issue 11, pp 3–3 | Cite as

Schwerpunkt Pankreaskarzinom

Therapie des Pankreaskarzinoms: Die Anstrengungen werden belohnt!

  • Springer Medizin
editorial
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© Dr. Lance Liotta Laboratory/NCI/https://www.cancer.gov

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

das Pankreaskarzinom (PDAC, „pancreatic ductal adenocarzinoma“) ist in den Köpfen von vielen Kollegen immer noch als besonders schwere Karzinomerkrankung mit einer nahezu infausten Prognose präsent. Die Meinung ist häufig, dass man die betroffenen Patienten am besten gleich auf ein palliatives Konzept berät, da ein wirklich kurativer Ansatz nicht vorhanden ist. Die Therapieoptionen haben sich in den letzten Jahren jedoch weitaus mehr verändert, als viele glauben! Das ist vor allem jenen Ärzten zu verdanken, die sich durch die großen Herausforderungen in der Therapie des PDAC nicht haben abschrecken lassen und kontinuierlich in der Wissenschaft und der klinischen Arbeit an der Verbesserung der Prognose dieser Erkrankung gearbeitet und geforscht haben. Der Erfolg dieser Anstrengungen zeigt sich jetzt in der schrittweisen Verlängerung des Überlebens unserer Patienten. Dranbleiben — auch wenn es schwierig wird — lohnt sich!

Eine Verbesserung in allen Aspekten ist möglich

Aus diesem Grund ist gerade jetzt eine Ausgabe mit dem Schwerpunkt „Pankreaskarzinom“ besonders wichtig. Wir möchten versuchen, Ihnen mit diesem Überblick die neuesten Erkenntnisse — aber auch die wichtigen Grundlagen — zu dieser Erkrankung näher zu bringen.

Anna Melissa Schlitter und Kollegen zeigen aus pathologischer Perspektive auf, wie wichtig eine gute und zielführende Diagnostik beim PDAC sein kann. ▶ab Seite 10

Rickmer Braren und Kollegen vergleichen als radiologische Experten übersichtlich und klar den aktuellen Diagnostikstandard, die Computertomografie (CT), mit der Magnetresonanztomografie (MRT). ▶ab Seite 16

Eine der wichtigsten und zentralen Fortschritte in der Therapie des PDAC — und auch in der Diagnostik — zeigen uns Hana Algül und Mitarbeiter in ihrem Beitrag auf. Hier wird sehr klar, dass auch in der Behandlung des PDAC ein interdisziplinärer Ansatz von zentraler Bedeutung für die Patienten ist. Auch die rasante Entwicklung der konservativen Therapieoptionen werden hier verständlich und prägnant zusammengefasst. ▶ab Seite 22

Prof. Dr. med. Helmut Friess

Direktor, Klinik und Poliklinik für Chirurgie, Klinikum rechts der Isar der Technischen Universität München

helmut.friess@tum.de

Natürlich ist die chirurgische Therapie des PDAC weiterhin ein zentraler Pfeiler eines kurativen Therapieansatzes und hat nach wie vor die besten Erfolge vorzuweisen. Jedoch ist auch bei der Operation eine Zusammenarbeit mit den anderen Disziplinen unumgänglich. Ihsan Ekin Demir und Alexander Novotny zeigen in ihrem Artikel klar die Chancen und Risiken der operativen Therapie beim PDAC auf. ▶ab Seite 27

Unabhängig welche Therapiestrategie für unsere Patienten ausgewählt ist, wird ein Aspekt von vielen unserer Kollegen vergessen oder zumindest stark unterschätzt: Eine begleitende Ernährungstherapie bzw. -screening ist bei Patienten mit PDAC unabhängig vom Tumorstadium der Erkrankung absolut indiziert. Stephan Schorn erläutert im letzten Artikel, wie wichtig ein guter Ernährungsstatus für das Überleben und die Prognose der Patienten sein kann. ▶ab Seite 31

Zusammengenommen ist es aus meiner Sicht den Autoren sehr gut und informativ gelungen, das Thema PDAC vielseitig zu beleuchten und Sie auf den neuesten Stand upzudaten. Ich wünsche Ihnen daher viel Freude beim Lesen und eine informative sowie kurzweilige Lektüre.

Ihr

Helmut Friess

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© Springer Medizin Verlag GmbH, ein Teil von Springer Nature 2019

Authors and Affiliations

  • Springer Medizin

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