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InFo Onkologie

, Volume 21, Issue 6, pp 52–52 | Cite as

Morbus Waldenström: Ibrutinib plus Rituximab erfolgreich

  • Silke Wedekind
onkologie aktuell
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Die Kombination Ibrutinib plus Rituximab (R) könnte Standard bei Morbus Waldenström (MW) werden.

Der MW wird in der Regel erst dann behandelt, wenn krankheitsassoziierte Symptome auftreten. In der Erstlinie erhalten die Patienten bislang eine Kombination aus R plus Chemotherapie.

Bei vorbehandelten Patienten hatte eine Monotherapie mit dem hochselektiven oralen BTK („Bruton‘s tyrosine kinase“)-Inhibitor Ibrutinib zu sehr guten Ergebnissen geführt [Dimopoulos MA et al. Lancet Oncol. 2017;18(2):241–50]. In der Phase-III-Studie iNNOVATE (PCYC-1127) wurden nun Wirksamkeit und Verträglichkeit der Kombination Ibrutinib/Rituximab (IR) mit Placebo/R in der Erstlinientherapie oder bei rezidivierter Erkrankung prospektiv und randomisiert untersucht. Meletios A. Dimopoulos, Athen, Griechenland, stellte auf der EHA-Jahrestagung 2018 Ergebnisse einer geplanten Interimsanalyse vor: „Nach einem im Median 26,5-monatigen Follow-up war das progressionsfreie Überleben (PFS) unter IR gegenüber R signifikant länger, das Risiko für eine Krankheitsprogression oder den Tod um das 5-Fache reduziert“, so Dimopoulos (Median nicht erreicht vs. 20,3 Monate; Hazard Ratio 0,20; 95 %-Konfidenzintervall 0,11–0,38; p < 0,0001). Auch die 30-Monats-PFS-Raten unter IR beeindruckten (82 vs. 28 %) [Dimopoulos MA et al. EHA. 2018;Abstr S852]. Unerwartete Toxizitäten traten nicht auf. „Auf Basis dieser Ergebnisse sollte IR als eine Standardoption für Patienten mit MW in Erwägung gezogen werden“, so Dimopoulos.

Literatur

  1. Bericht vom 23. Kongress der European Hematology Association vom 14. bis 17. Juni 2018 in Stockholm, SchwedenGoogle Scholar

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Authors and Affiliations

  • Silke Wedekind
    • 1
  1. 1.

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