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InFo Onkologie

, Volume 21, Issue 6, pp 34–34 | Cite as

Nasopharynkarzinom

Radiochemotherapie nützt langfristig

  • Judith Neumaier
neues aus der forschung
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Eine Radiochemotherapie kann das Gesamtüberleben von Patienten mit regional fortgeschrittenem Nasopharynxkarzinom signifikant verbessern, ohne starke Spättoxizitäten hervorzurufen. Bei Fernmetastasen bringt die Therapie jedoch zu wenig. Das zeigen die Ergebnisse der Studie NPC-9901.

348 Patienten mit nicht keratinisierendem Nasopharynxkarzinom (Stadium T1–4 N2–3 M0) erhielten randomisiert entweder eine Bestrahlung allein oder eine Radiochemotherapie mit Cisplatin gefolgt von adjuvantem Cisplatin plus Fluoruracil. Alle Patienten wurden über mindestens zehn Jahre beobachtet.

Dabei bestätigte sich die signifikante Verbesserung der Tumorkontrolle durch die Radiochemotherapie: Die Gruppe mit Radiochemotherapie erreichte eine signifikant höhere 10-Jahres-Überlebensrate ohne Therapieversagen (62 vs. 50 %; p = 0,01) und eine höhere Rate im Hinblick auf das progressionsfreie Überleben (56 vs. 42 %; p = 0,006) als die Gruppe mit alleiniger Bestrahlung. Ausschlaggebend hierfür war die signifikant überlegene lokoregionale Kontrolle (87 vs. 74 %; p = 0,003). Das krebsspezifische 10-Jahres-Überleben betrug 72 versus 58 %. Auf Fernmetastasen hatte die Radiochemotherapie allerdings nach wie vor keinen signifikanten Einfluss (68 vs. 65 %; p = 0,24).

Die initialen Unterschiede in den Toxizitäten verringerten sich bei längerer Beobachtung: Spättoxizitäten wurden bei 52 versus 47 % der Patienten beobachtet (p = 0,20). Todesfälle aufgrund von therapiebedingten Toxizitäten traten bei 4,1 versus 2,8 % der Patienten auf und zu Todesfällen unbekannter Ursache kam es bei 15,1 versus 13,1 % der Patienten.

Literatur

  1. Lee AWM et al. A Multicenter, Phase 3, Randomized Trial of Concurrent Chemoradiotherapy Plus Adjuvant Chemotherapy Versus Radiotherapy Alone in Patients With Regionally Advanced Nasopharyngeal Carcinoma: 10-Year Outcomes for Efficacy and Toxicity. Cancer. 2017;123(21):4147–57.CrossRefGoogle Scholar

Copyright information

© Springer Medizin Verlag GmbH, ein Teil von Springer Nature 2018

Authors and Affiliations

  • Judith Neumaier
    • 1
  1. 1.

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