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InFo Onkologie

, Volume 21, Issue 2, pp 38–38 | Cite as

Nichtkleinzelliges Lungenkarzinom

EGFR-Test im Blut statt im Lungengewebe

  • Friederike Klein
neues aus der forschung
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Lässt sich der EGFR(„epidermal growth factor receptor“)-Mutationsstatus aus dem Tumorgewebe von Patienten mit fortgeschrittenem nichtkleinzelligem Lungenkarzinom (NSCLC) nicht bestimmen, scheint die Liquid Biopsy eine Alternative zu sein. Damit könnten auch die Patienten mit fortgeschrittenem NSCLC von der Therapie mit gegen den EGFR gerichteten Tyrosinkinaseinhibitoren (EGFR-TKI) profitieren, bei denen bislang keine Mutationstestung möglich war. Das belegen die Daten einer prospektiven Studie, in der untersucht wurde, ob eine aus peripherem Blut aufgereinigte zirkulierende freie DNA (cf-DNA) als Surrogat-Marker zur Selektion von EGFR-TKI geeignet ist.

Basis waren Blutproben von 1.138 Patienten aus 199 spanischen Krankenhäusern, bei denen kein Biopsat vorlag oder das Tumorgewebe für die Analyse nicht ausreichte. 1.033 Patienten wiesen bei Diagnose ein fortgeschrittenes NSCLC auf (1.026 auswertbar), 105 nach Progress unter einem EGFR-TKI.

Bei 113 (11 %) therapienaiven Patienten fanden sich sensibilisierende EGFR-Mutationen. Die Häufigkeit der verschiedenen EGFR-Mutationen war der Verteilung bei Analysen von Biopsien vergleichbar. Bei 31 Patienten konnte die EGFR-Mutation nur im Plasma, bei 11 nur im Serum festgestellt werden. Eine hohe Mutationslast fand sich eher im Plasma und häufiger bei Exon-19-Deletionen. Mehr als die Hälfte der Proben wies < 10 pg mutierte Genome/μl auf — mit Allelfraktionen unter 0,25 %.

Von 18 Patienten, die allein aufgrund der EGFR-Positivität im Bluttest mit EGFR-TKI behandelt worden waren, sprachen 72 % auf diese Therapie an, das mediane progressionsfreie Überleben lag bei 11 Monaten. Damit entsprachen die Behandlungsergebnisse denen bei Mutationsnachweis im Tumorgewebe.

Der EGFR-Status kann auch im Blut bestimmt werden.

© Kashisu / Fotolia

Von den Patienten, die unter TKI-Behandlung ein Rezidiv entwickelt hatten wiesen 35,2 % eine EGFR-T790M-Resistenzmutation auf — weniger als in anderen Untersuchungen. Möglicherweise ist der verwendete Test hier nicht spezifisch genug.

Literatur

  1. Mayo-de-las-Casas C et al. Large scale, prospective screening of EGFR mutations in the blood of advanced NSCLC patients to guide treatment decisions. Ann Oncol. 2017;28(9):2248-55.CrossRefPubMedGoogle Scholar

Copyright information

© Springer Medizin Verlag GmbH, ein Teil von Springer Nature 2018

Authors and Affiliations

  • Friederike Klein
    • 1
  1. 1.

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