Info Onkologie

, Volume 16, Issue 5, pp 63–63 | Cite as

Nierenfunktion beachten

Thrombosetherapie in der Onkologie
  • Monika Walter
In|Fo|Pharm
  • 99 Downloads

10–15 % aller Tumorpatienten sind im Verlauf ihrer Erkrankung von venösen Thromboembolien (VTE) betroffen. Bei der Auswahl einer Therapie der VTE muss auch die Nierenfunktion berücksichtigt werden.

Nicht nur tumor-, sondern auch therapieassoziierte Faktoren führen zum erhöhten Thromboserisiko von Krebspatienten. So können die Art der Chemotherapie, die Behandlung mit antiangiogenen Substanzen oder supportive Maßnahmen wie ein zentraler Venenzugang das Risiko weiter steigern, erläuterte Florian Langer, Hamburg. In den Leitlinien [Farge D et al. Thromb Haemost. 2013;11(1):56–70] werden zur initialen Behandlung von Tumorpatienten mit einer VTE niedermolekulare Heparine (NMH) empfohlen. Auch bei der Erhaltungstherapie werden NMH einer Behandlung mit Vitamin-K-Antagonisten vorgezogen. Bei der Auswahl eines bestimmten NMH ist die Nierenfunktion zu berücksichtigen, was wegen des nephrotoxischen Potenzials vieler Chemotherapeutika und der häufig älteren Tumorpatienten in der Onkologie besonders relevant ist. NMH mit einem hohen Molekulargewicht sind weniger abhängig von der Nierenfunktion als kurzkettige. Das höchste Molekulargewicht der verfügbaren NMHs hat Tinzaparin (innohep®) — es kann auch bei Patienten mit stark eingeschränkter Nierenfunktion eingesetzt werden [Siguret V et al. Thromb Haemost. 2000;84(5):800–4].

Literatur

  1. ONLEX® — 1. Onkologisches Leo Experten-Meeting, Hamburg, 19.–20.04.2013; Veranstalter: Leo PharmaGoogle Scholar

Copyright information

© Urban & Vogel 2013

Authors and Affiliations

  • Monika Walter

There are no affiliations available

Personalised recommendations