Info Onkologie

, Volume 16, Issue 3, pp 46–46 | Cite as

BRAF-Inhibition beim Melanom

Neue Daten zu Vemurafenib
In|Fo|Pharm
  • 77 Downloads

Vemurafenib (Zelboraf®) zeigt auch in der Langzeitbeobachtung gute Ergebnisse bei der Melanom-Behandlung. Die Kombination mit Cobimetinib könnte künftig eine weitere Therapieoption sein.

Die auf dem ASCO-Jahreskongress 2012 vorgestellten Ergebnisse der Phase-III-Studie BRIM-3 bestätigen den therapeutischen Vorteil von Vemurafenib gegenüber Dacarbazin bei bisher nicht behandelten Patienten mit nicht resezierbarem oder metastasiertem Melanom und einer BRAF-V600E-Mutation auch bei längerer Nachbeobachtung [Chapman PB et al. J Clin Oncol. 2012;30(Suppl): Abstr. 8502]. Die Auswertung ergab ein um fast vier Monate längeres medianes Gesamtüberleben bei Vemurafenib-Therapie (13,6 vs. 9,7 Monate, Hazard Ratio 0,70; p < 0,001). Nach 12 Monaten lebten im Vemurafenib-Arm noch 56 % der Patienten, im Dacarbazin-Arm noch 44 %. Die Ergebnisse der Langzeitbeobachtung aus der Phase-I-Studie BRIM-1 zeigten mit einer 1-Jahres-Überlebensrate von 55 % eine ähnliche Wirksamkeit, die 2-Jahres-Überlebensrate lag bei 35,6 %, die 3-Jahres-Überlebensrate bei 25,9 %, wobei 44 % der Patienten auch nach Progress den BRAF-Inhibitor weiter erhielten.

Erste Untersuchungen zur Kombination von Vemurafenib mit dem MEK-Inhibitor Cobimetinib zeigten v. a. bei Vemurafenib-naiven Patienten eine ermutigende Wirksamkeit. In der auf dem ESMO 2012 vorgestellten Phase-Ib-Dosierungsstudie erhielten die Patienten 2-mal täglich 960 mg Vemurafenib und über 21 Tage eines 28-tägigen Behandlungszyklus zusätzlich 60 mg Cobimetinib [Gonzales R et al. ESMO 2012; LBA 28]. In dieser Dosierung war die Kombinationstherapie sicher und verträglich möglich.

Literatur

  1. Nach Informationen von RocheGoogle Scholar

Copyright information

© Urban & Vogel 2013

Authors and Affiliations

  • red

There are no affiliations available

Personalised recommendations