Advertisement

Orthopädie & Rheuma

, Volume 22, Issue 2, pp 48–48 | Cite as

TNF-α-Blockade bald auch bei Arthrose?

Medizin aktuell
  • 15 Downloads

_ Die Pathogenese der Arthrose ist ein multifaktorielles Geschehen. Die Rolle von TNF α wurde immer wieder diskutiert, wie Prof. Christoph Baerwald, Uniklinikum Leipzig erzählte. Jetzt wurde in einer Pilotstudie fünf Patienten mit erosiver Handarthrose radioaktiv markiertes Technecium-99m-Certolizumab injiziert, das an TNF α bindet. Die Szintigrafie zeigte eine Aufnahme der Substanz in 24 kleinen Gelenken, nicht aber in den MCP-Gelenken. Gelenke mit Weichteilschwellung hätten das Tc-99m-Certolizumab stärker angereichert als nicht geschwollene, erläuterte Baerwald.

In einer Interventionsstudie führte die Gabe von Etanercept allerdings nicht zu einer Reduktion der Schmerzen bei Patienten mit Hand-Polyarthrose. In der Magnetresonanztherapie zeigte sich hinsichtlich der Knochenmarkläsionen ein deutlicher Unterschied: Diese nahmen in den Gelenken mit Synovitis unter einer TNF-α-Blockade deutlich ab, unter Placebo hingegen deutlich zu.

Eine Analyse der BeSt-Studie hat ergeben, dass jeder Monat unter einer TNF-α-blockierenden Therapie das relative Risiko der Patienten für eine Progression ihrer Arthrose in den DIP-Gelenken mindert. „Die Rolle von TNF α bei Arthrose ist aber auch weiterhin unklar“, resümierte Baerwald. Für therapeutische Konsequenzen im rheumatologischen Alltag sei es noch zu früh.

Copyright information

© Springer Medizin Verlag GmbH, ein Teil von Springer Nature 2019

Authors and Affiliations

  • mh
    • 1
  1. 1.

Personalised recommendations