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Orthopädie & Rheuma

, Volume 21, Issue 6, pp 47–47 | Cite as

RA: Überzeugende Daten zu JAK-Inhibitoren

Medizin aktuell

Bei der rheumatoiden Arthritis (RA) spielt die Musik derzeit weniger an der Biologika-Front, als vielmehr an jener der zielgerichteten synthetischen (ts) DMARDs. In Chicago wurden denn auch mehrere Studien zu tsDMARDs vorgestellt.

Positive Ergebnisse aus Phase-III-Studien gibt es für diverse Januskinase (JAK)-Inhibitoren. Bei Patienten mit ungenügendem Ansprechen auf DMARDs erwies sich der JAK-3-selektive, aber nur für den japanischen Markt vorgesehene JAK-Inhibitor Peficitinib sowohl in der Monotherapie, als auch in der Kombination mit einem DMARD als wirksam [Abstracts 887, 888]. Die in RA-Studien erwarteten ACR20/50/70-Ansprechraten von 60/40/20 % wurden nach zwölf Wochen sogar leicht übertroffen. Nach 24 Wochen zeigten sich Hinweise für eine verlangsamte Röntgenprogression. Als Sicherheitsrisiko wurde nur die unter JAK-Inhibitoren generell beobachtete höhere Inzidenz von Herpes-zoster-Infektionen berichtet.

Auch für den JAK-1-selektiven Inhibitor Upadacitinib wurden überzeugende Daten aus einer Phase-III-Studie bei RA-Patienten mit unzureichendem Ansprechen auf MTX vorgestellt [Abstract 890], in der er — jeweils zusätzlich zu MTX — in der Dosis von 1 x 15 mg/d gegen Placebo und den Goldstandard Adalimumab getestet wurde. Der primäre Endpunkt war das ACR20-Ansprechen (für die FDA) beziehungsweise die DAS28-CRP-Remission (für die EMA) nach zwölf Wochen. Dies wurde von 70,5 % der Patienten unter Upadacitinib, von 63,0 % unter Adalimumab und von 36,4 % unter Placebo erreicht. Beeindruckend war, dass der JAK-1-Inhibitor bei allen primären und sekundären Endpunkten (außer der Hemmung der radiologischen Progression nach 26 Wochen) Adalimumab signifikant überlegen war und dass 34,7 % der Patienten unter Upadacitinib nach 26 Wochen ein ACR70-Ansprechen erreichten.

Positives gab es auch zu einem weiteren JAK-1-selektiven Inhibitor zu berichten: Filgotinib erwies sich bei Patienten mit insuffizientem Ansprechen oder Unverträglichkeit von Biologika als hocheffektiv [Abstract L06]. Bei diesen intensiv vorbehandelten Patienten konnte insbesondere unter der höheren Dosierung (200 mg/d) nach zwölf Wochen ein gutes ACR20-Ansprechen von 66,0 % erreicht werden (57,5 % unter 100 mg/d, 31,1 % unter Placebo).

Copyright information

© Springer Medizin Verlag GmbH, ein Teil von Springer Nature 2018

Authors and Affiliations

  • kat
    • 1
  1. 1.

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