Rate osteoporotischer Frakturen bei RA sinkt
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© Sebastian Schreiter / Springer Medizin
Bisher haben osteoporosebedingte Frakturen nicht unerheblich zur Krankheitslast von Patienten mit rheumatoider Arthritis (RA) beigetragen. Hier hat sich das Blatt in den vergangenen 15 Jahren zum Positiven gewendet, wie Zahlen des rheumatologisch-osteologischen Zentrums am Universitätsklinikum Jena zeigen.
Das Team um Prof. Peter Oelzner untersuchte die Prävalenz von Osteoporose und Frakturen bei RA-Patienten zum Zeitpunkt der Erstvorstellung im Jenaer Zentrum. Bei beiden Endpunkten zeigte sich im Verlauf von 15 Jahren eine hochsignifikante Abnahme der beiden Parameter. Der positive Trend war mit einer frühzeitigen Diagnostik und einer niedrigeren kumulativen Glukokortikoid-Dosis assoziiert.
Die Implementierung der Leitlinie des Dachverbandes Osteologie (DVO) und eine effektivere Behandlung der RA scheinen weitere günstige Faktoren gewesen zu sein. Dennoch gibt es auch Verbesserungsbedarf. Denn das Zeitintervall zwischen der Erstdiagnose der RA und der osteologischen Diagnostik (DXA-Messung) im Zentrum war mit 12,6 Jahren bei postmenopausalen Frauen und 11,4 Jahren bei prämenopausalen Frauen weiterhin lang. Bei Männern betrug es 5,8 Jahre.
Große Themenvielfalt beim Osteologie-Kongress 2016
Ausrichter des Osteologie-Kongresses waren in diesem Jahr die Österreichische Gesellschaft für Knochen- und Mineralstoffwechsel (ÖGKM) und die interdisziplinäre Gesellschaft für orthopädische, unfallchirurgische und allgemeine Schmerztherapie (IGOST). Dank der zahlreichen wissenschaftlichen Fachgesellschaften des DVO wurde den Besuchern ein vielseitiges Programm geboten. Für die O&R hat sich Dr. Wiebke Kathmann (wk) umgehört.
