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Langzeitdaten zu Effizienz und Sicherheit

Submentales Fett? Deoxycholsäure!

  • 19 Accesses

Deoxycholsäure kann submentales Fett effizient verringern, wie das Update einer prospektiven Beobachtungsstudie belegt. Dabei benötigen die meisten Patienten allerdings mehr als eine Therapiesitzung.

Zum Contouring von Gesicht und Hals stehen zahlreiche Technologien zur Verfügung, darunter auch die Injektion lipolytischer Substanzen, die submentales Fett schmelzen lassen. Ein Beispiel ist Deoxycholsäure, deren Wirksamkeit bereits in mehreren Phase-III-Studien gezeigt wurde. In einer im Jahr 2017 veröffentlichten prospektiven Beobachtungsstudie wurden 100 Patienten untersucht, die in insgesamt 152 Sessions mit 2 mg/cm2 Deoxycholsäure behandelt worden waren. Die Therapie erwies sich als effizient mit einer Verbesserung der CR-SMFRS ("clinician-reported submental fat rating scale") um ≥ 1 Punkt bei 88 Studienteilnehmern [1]. Der Autor der Studie präsentierte nun ein von Cactus Communications sowie Allergan unterstütztes Update dieser 100 Patienten mit einem längeren Beobachtungszeitraum und zusätzlichen Therapiesessions [2].

Die Anzahl der Sessions variiert

Zum Juni 2017 hatten die 100 Patienten 195 Therapiesessions erhalten, davon 41 eine einzelne Behandlung (STS, "single treatment session") und 59 mehrere (MTS, "multiple treatment session"). In einer Sitzung wurden maximal 75 Injektionen vorgenommen. Im Schnitt unterzogen sich die Patienten der MTS-Gruppe meist zwei Behandlungen (61 %); 23,7 % ließen sich dreimal, 10,2 % viermal, 3,4 % fünfmal und 1,7 % sogar sechsmal Deoxycholsäure spritzen. Dazwischen gab es Pausen, die zwischen 24 und 614 Tagen dauerten. Generell wurde den Teilnehmern mit MTS mehr Deoxycholsäure verabreicht (6,8 ml vs. 6,1 ml pro Session; p = 0,049), wobei sich die Dosis mit jeder Session erhöhte (7 ml in der 2., 7,3 ml in der 3., 6,7 ml in der 4., 8 ml in der 5., 10 ml in der 6. Session; p < 0,001). Männer erhielten im Mittel über alle Sitzungen signifikant mehr Deoxycholsäure als Frauen (16,8 ml vs. 10,5 ml; p = 0,0012).

Gute Effizienz bei nur wenigen Nebenwirkungen

Wie bereits in der ersten Analyse der Studie gezeigt, verbesserte sich der CR-SMFRS bei 88 der 100 Studienteilnehmer um mindestens einen Punkt. 91,7 % der STS- und 100 % der MTS-Probanden zeigten dabei eine Verbesserung um ≥ 1 Punkt (▶Abb. 1).

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© 2019 by the American Society for Dermatologic Surgery, Inc. Published by Wolters Kluwer Health, Inc.

38-jähriger Patient (a, b) vor und (c, d) 24 Wochen nach drei Behandlungen mit Deoxycholsäure (8 ml, 6 ml und 4 ml). Die Behandlungen erfolgten über 34 Wochen.

Je ein Patient der STS-Gruppe berichtete über Erbrechen beziehungsweise Kopfschmerzen. Unter Übelkeit litt ein Teilnehmer der MTS-Gruppe. Lokale Ödeme, Taubheitsgefühle und Druck-/Schmerzempfindlichkeit hielten im Mittel 7,1 Tage, 27,9 Tage und 3,5 Tage an. STS-Patienten litten signifikant länger unter Ödemen als MTS-Probanden (7,8 Tage vs. 6,9 Tage; p < 0,001). Mit jeder Behandlungssession verringerte sich die mittlere Dauer der Postinjektionsödeme. Männliche Teilnehmer litten länger unter Taubheitsgefühlen als Frauen (31,2 Tage vs. 25,5 Tage; p = 0,002). Zwei Patienten klagten über eine Parese des Mandibularnervs, die 17 beziehungsweise 22 Tage anhielt. Eine transiente Alopezie, die zwischen sechs Wochen und zwölf Monaten dauerte, trat bei neun der 39 männlichen Teilnehmer auf.

Fazit

Obwohl sich submentales Fett nach einer einzelnen Deoxycholsäure-Behandlung verringert, benötigen viele Patienten zwei oder mehr Sitzungen, um die ästhetischen Ziele zu erreichen. Sowohl Einzel- als auch Mehrfachsessions wurden dabei von den Patienten gut vertragen. Dr. Miriam Sonnet

Literatur

  1. 1.

    Shridharani SM. Early Experience in 100 Consecutive Patients With Injection Adipocytolysis for Neck Contouring With ATX-101 (Deoxycholic Acid). Dermatol Surg. 2017; 43: 950-8

  2. 2.

    Shridharani SM. Real-World Experience With 100 Consecutive Patients Undergoing Neck Contouring With ATX-101 (Deoxycholic Acid): An Updated Report With A 2-Year Analysis. Dermatol Surg. 2019; 45: 1285-93

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Correspondence to Dr. rer. nat. Miriam Sonnet.

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Sonnet, M. Submentales Fett? Deoxycholsäure!. ästhet dermatol kosmetol 12, 14 (2020). https://doi.org/10.1007/s12634-019-0610-x

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