Advertisement

ästhetische dermatologie & kosmetologie

, Volume 11, Issue 2, pp 17–17 | Cite as

Nach massivem Gewichtsverlust

Armstraffung plus Fettabsaugung besser als traditionelle Brachioplastie

  • Miriam Sonnet
derma aktuell
  • 23 Downloads

Eine Brachioplastie in Kombination mit einer Liposuktion führt bei Patienten nach massivem Gewichtsverlust zu besseren Ergebnissen als eine traditionelle Armstraffung.

Eine Brachioplastie ist meist mit einem hohen Risiko für postoperative Komplikationen verbunden. In einem retrospektiven Review wurden nun die Outcomes und Komplikationen einer Brachioplastie präsentiert, die in Kombination mit einer Liposuktion durchgeführt worden war. Bei dieser Methode bleiben im Gegensatz zur herkömmlichen Armstraffung das vaskuläre, nervale und lymphatische Netzwerk erhalten. Als Kontrolle dienten Probanden, die sich nur einer Standard-Brachioplastie unterzogen hatten. Es wurden die Outcomes und Komplikationen bis zu acht Jahre nach den Eingriffen dokumentiert und ausgewertet.

Insgesamt 31 Patienten nahmen an der Studie teil. Die Teilnehmer wogen im Mittel 75,4 kg (Body-Mass-Index 26,67 kg/m2) und hatten vor dem Eingriff im Schnitt 56,42 kg Gewicht verloren. 20 Probanden erhielten eine Standard-Brachioplastie, bei der die überschüssige Haut in einem Stück entfernt wurde. Durchschnittlich entfernten die Chirurgen dabei 397,8 g Gewebe. Bei elf Patienten führten die Ärzte eine liposuktionsassistierte Armstraffung („liposuction-assisted brachioplasty“, LAB) durch. Hier wurde zunächst verbleibendes Fett abgesaugt und anschließend die überschüssige Haut weggenommen. Im Mittel entfernten die Chirurgen den Patienten 256,63 g Gewebe.

In beiden Gruppen dauerte die Operation im Schnitt 2,6 Stunden. Mit der LAB war allerdings die postoperative Hospitalisierungsdauer kürzer als mit der traditionellen Brachioplastie (2,3 Tage vs. 3,2 Tage; p < 0,001). Bei keinem der Patienten kam es zu größeren postoperativen Komplikationen wie Blutungen oder Thromboembolien. Auch musste kein Proband erneut behandelt werden. Kleinere Komplikationen wie Wundtrennungen, Infektionen und Serome traten in der LAB-Gruppe weniger häufig auf als in der Kontrollgruppe (9 % vs. 60 %; p < 0,01). Nach der LAB litt nur ein Patient, ein Raucher, unter Wundheilungsstörungen. Im Kontrollarm entwickelten sieben Teilnehmer (35 %) Serome, bei fünf (25 %) kam es zu einer Wundtrennung.

Die meisten Probanden waren mit der Operation zufrieden. In der Kontrollgruppe gaben 50 % an, äußerst zufrieden zu sein, 25 % waren sehr zufrieden und 5 % zufrieden. 25 % hatten deutliche Narben entwickelt und hätten sich ein besseres Ergebnis gewünscht. Nach einer LAB waren 81,8 % der Patienten mit dem Ergebnis äußerst zufrieden und 18,2 % sehr zufrieden. Kein Proband bemängelte das Ergebnis nach einem LAB-Eingriff.

Die liposuktionsassistierte Armstraffung scheint mehrere Vorteile mit sich zu bringen. Die Patienten mussten weniger lang in der Klinik bleiben, sie hatten weniger Komplikationen und waren mit dem Ergebnis zufriedener als Probanden, die sich der herkömmlichen Armstraffung unterzogen hatten.

Literatur

  1. Di Pietro V, et al. Arm contouring after massive weight loss: liposuction-assisted brachioplasty versus standard technique. J Cutan Aesthet Surg. 2018; 11(2): 73–8CrossRefGoogle Scholar

Copyright information

© Springer Medizin Verlag GmbH, ein Teil von Springer Nature 2019

Authors and Affiliations

  • Miriam Sonnet
    • 1
  1. 1.

Personalised recommendations