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ästhetische dermatologie & kosmetologie

, Volume 10, Issue 6, pp 13–13 | Cite as

Signifikante MASI-Verringerung

Melasmen: Liposomales Hydrochinon nicht besser als konventionelles?

  • Miriam Sonnet
derma aktuell
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Hydrochinon kann Melasmen effektiv lindern. Dabei scheint es keine Rolle zu spielen, ob der Wirkstoff in Liposomen verpackt wird oder nicht — sowohl die konventionelle Creme, als auch eine liposomale Formulierung reduzierten in einer Studie Melasmen effektiv.

© puhhha / stock.adobe.com

Zur Therapie von Hyperpigmentierungen verwenden Dermatologen unter anderem Hydrochinon, einen Tyrosinaseinhibitor. Wird es in einer liposomalen Formulierung verwendet, könnte das die Effizienz möglicherweise erhöhen, wie Faezeh Taghavi und ihr Team zu Beginn einer neuen Studie spekulierten [1]. Liposomen sind kleine Vesikel mit einer Phospholipiddoppelschicht und enthalten eine wässrige Phase. Sowohl wasser- als auch fettlösliche Wirkstoffe können in Liposomen eingeschlossen werden.

30 Probandinnen zwischen 20 und 50 Jahren mit moderaten bis schweren Melasmen wurden in der doppelblinden randomisierten Studie mit Liposomen, die 4 % Hydrochinon enthielten, behandelt. Die Patienten trugen diese Formulierung auf die Melasmen der einen Gesichtshälfte einmal am Abend für insgesamt zwölf Wochen auf. Als Kontrolle diente ein konventionelles Hydrochinonpräparat, das auf die Melasmen der anderen Gesichtshälfte gecremt wurde. Die Patienten wussten dabei nicht, welche Seite sie mit welchem Präparat behandelten. Mittels des Melasma Area and Severity Index (MASI) und einer Untersuchung der Haut bestimmten die Autoren die Effizienz der Therapie.

Beide Therapien sind erfolgreich

20 Patientinnen beendeten die Studie und wurden in die Analyse eingeschlossen. Die MASI-Werte waren für beide Seiten des Gesichts nach der Therapie signifikant geringer als vorher (p < 0,001) — allerdings gab es zwischen den beiden Behandlungsarmen keine Unterschiede. Zu Beginn betrugen die Werte je Gesichtshälfte 10,73. Einen Monat nach der letzten Behandlung hatte sich der MASI der Gesichtshälfte, die mit liposomalem Hydrochinon behandelt worden war, auf 6,25 reduziert. Bei der Gesichtshälfte, auf die die Probandinnen konventionelles Hydrochinon aufgetragen hatten, betrug der Wert 6,07.

Liposomales Hydrochinon als Alternative?

Laut Autoren ist dies die erste Studie, die in Liposomen eingeschlossenes Hydrochinon bei Melasmen testete. Andere Untersuchungen überprüften zuvor verschiedene Wirkstoffe, beispielsweise Transexamsäure in Liposomen [2].

Die Autoren vermuten, dass der fehlende Effizienzunterschied zwischen den beiden Formulierungen auf den hohen Wassergehalt (80 %) der liposomalen Hydrochinoncreme zurückzuführen ist. Dadurch war möglicherweise die Dispersibilität des Produkts erhöht; auf der Haut der Patientinnen wurde so weniger Hydrochinon verteilt als bei der konventionellen Form. Der Einschluss von Hydrochinon in Liposomen habe aber dennoch Vorteile. Hydrochinon ist aufgrund seiner Nebenwirkungen in Europa in Kosmetikprodukten nicht erlaubt. Mittels Liposomen könne es allerdings zu weniger Hautirritationen kommen. Außerdem würde der feuchtigkeitsspendende Effekt verlängert.

Literatur

  1. 1.
    Taghavi F et al. J Cosmet Dermatol. 2018;  https://doi.org/10.1111/jocd.12744Google Scholar
  2. 2.
    Manosroi A et al. J Cosmet Sci. 2002; 53: 375–86PubMedGoogle Scholar

Copyright information

© Springer Medizin Verlag GmbH, ein Teil von Springer Nature 2018

Authors and Affiliations

  • Miriam Sonnet
    • 1
  1. 1.

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