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ästhetische dermatologie & kosmetologie

, Volume 10, Issue 5, pp 47–47 | Cite as

Behandlung der Varikosis

Sklerosierung statt Operation

  • Peter Stiefelhagen
infopharm
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Die Varikosis ist eine Volkskrankheit. Um an einer Varikosis zu erkranken, muss in der Regel eine genetische Disposition vorliegen. Bei der Therapie der Varikosis konkurrieren operative Verfahren — Krossektomie, Stripping, Phlebektomie — mit minimalinvasiven Interventionen wie thermischen Verfahren oder Sklerotherapie. „Doch in Deutschland wird immer noch zu viel operiert, wobei auch Abrechnungsfragen eine Rolle spielen dürften“, erläuterte Dr. Stephan Guggenbichler, Leiter des ambulanten BeinCentrums in München. Spätfolgen verhindern, den pathologischen Blutfluss verbessern, Symptome beseitigen und das ästhetische Äußere wiederherstellen sind die Therapieziele. Keine Behandlungsmethode könne, so Guggenbichler, die chronische Venenerkrankung für immer heilen. Trotz erfolgreicher Therapie können sich nach einiger Zeit neue Krampfadern bilden, die weitere Behandlungen notwendig machen.

Die Sklerotherapie hat eine Reihe von Vorteilen. „Damit ist jede Form von Varizen behandelbar, das Verfahren ist minimalinvasiv und schmerzarm und es ist auch keine Anästhesie erforderlich, sodass der Eingriff ambulant durchgeführt werden kann“, erklärte Guggenbichler. Der Patient sei nach dem Eingriff, der beliebig wiederholbar ist, nicht arbeitsunfähig. Die Sklerosierung sei deshalb auch sehr kosteneffektiv. Besonders geeignet für die Sklerosierung sind ältere und adipöse Patienten. Doch je nach Ausmaß der Varizen sind eventuell mehrere Sitzungen notwendig. Allergien und systemische Reaktionen auf das Sklerosierungsmittel sind möglich, aber sehr selten. Die Erfolgsrate ist mit 96 % ähnlich der bei einer Operation. Doch treten postoperativ weniger Schmerzen auf. „Die Patientenzufriedenheit liegt bei über 95 %“, so Guggenbichler.

Die Sklerotherapie der Varikosis bietet im Vergleich mit der Operation Vorteile bei einer vergleichbar hohen Erfolgsrate.

© zlikovec / stock.adobe.com

Für die Behandlung von kleinkalibrigen Varizen wie Besenreisern und retikulären Varizen ist heute die Flüssigsklerosierung die Methode der Wahl und dem Laser deutlich überlegen. Um größere Varizen zu behandeln, ist die ultraschallgesteuerte Schaumsklerotherapie eine gute Alternative zu operativen und thermischen Verfahren und dabei das kosteneffektivste Verfahren aller Behandlungsoptionen. „Die Sklerotherapie ist anwenderfreundlich, wirksam und sicher und kann in jedem Praxisalltag etabliert werden“, fasste Guggenbichler zusammen.

Literatur

  1. Meet the expert „Sklerotherapie für alle Formen der Varikose!“, 26. Fortbildungswoche für praktische Dermatologie und Venerologie, München, 26.7.2018; Veranstalter: Kreussler PharmaGoogle Scholar

Copyright information

© Springer Medizin Verlag GmbH, ein Teil von Springer Nature 2018

Authors and Affiliations

  • Peter Stiefelhagen
    • 1
  1. 1.

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