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Der Freie Zahnarzt

, Volume 59, Issue 1, pp 28–28 | Cite as

Christian Berger neuer Präsident der BLZK

Der FVDZ Bayern bestimmt den Kurs der Landeszahnärztekammer

  • Anita Wuttke
landesverbände
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Es ist der grandiose Abschluss eines sachbezogenen Kammerwahlkampfes, den der Landesverband Bayern im Sommer 2014 erfolgreich geführt hat. Am 6. Dezember wurde der Landesvorsitzende Christian Berger von der Vollversammlung der Bayerischen Landeszahnärztekammer zum Präsidenten gewählt. Auch der Vizepräsident gehört als Bezirksgruppenvorsitzender dem FVDZ an: Dr. Rüdiger Schott aus Sparneck/Oberfranken.

Christian Berger

Der FVDZ Bayern, mit 37 Delegierten die größte Fraktion in der Vollversammlung der Bayerischen Landeszahnärztekammer, stellt in den nächsten vier Jahren nicht nur Präsident und Vizepräsident. Auch von den hinzu gewählten vier Beisitzern zum Vorstand der BLZK gehören drei künftig dem FVDZ an.

Die konstituierende Vollversammlung verlief sehr konstruktiv. Gleich zu Beginn konnte sich der Kandidat des FVDZ für das Ehrenamt des Versammlungsleiters, Dr. Horst-Dieter Wendel aus Bayreuth, klar gegen den bisherigen Amtsinhaber Dr. Martin Schubert (ZZB) durchsetzen. Wendel ist nicht nur Nachfolger von Schubert, sondern war auch dessen Vorgänger und leitete die Vollversammlungen der BLZK bereits über viele Jahre souverän.

Den integrierenden Kurs des FVDZ stellte der Landesvorsitzende und neue Kammerpräsident Christian Berger aus Kempten bei dieser Vollversammlung erneut unter Beweis. Er schlug Schubert als stellvertretenden Versammlungsleiter vor, und der Zahnarzt aus Freising wurde anschließend mit großer Mehrheit gewählt.

Fraktionsübergreifende Zustimmung

Mit großer Spannung war die Wahl des Präsidenten erwartet worden. Prof. Dr. Christoph Benz (ZZB), Kammerpräsident von 2010 bis 2014, trat nicht zur Wahl an. Berger wurde mit 40 Ja-Stimmen und damit mit einem klaren Votum zum neuen Präsidenten der Bayerischen Landeszahnärztekammer gewählt. Ähnlich verlief die Wahl zum Vizepräsidenten. Dr. Rüdiger Schott erhielt ebenfalls ein Mehrheitsvotum, das zeigte, dass beide fraktionsübergreifend Zustimmung unter den Delegierten gefunden haben. Die beiden Spitzenkandidaten des FVDZ, Berger und Schott, wurden ohne Gegenkandidaten gewählt.

Der vorherige Kammerpräsident, Prof. Dr. Christoph Benz, wurde von Christian Berger als erster Beisitzer vorgeschlagen und gewählt. Damit stärkt der FVDZ Bayern Benz auf Bundesebene den Rücken. Benz ist seit 2012 Vizepräsident der Bundeszahnärztekammer. Die weiteren Beisitzer wurden mit großer Mehrheit gewählt: Dr. Silvia Morneburg aus Nürnberg erhielt mit 56 Stimmen die größte Zustimmung unter den Delegierten, Dr. Christian Öttl aus München setzte sich gegen Dr. Peter Klotz aus Germering durch, Dr. Jürgen Welsch aus Hofheim erhielt die Stimmenmehrheit gegen Walter Wanninger (ZZB) aus Straubing.

Neu gewählte BLZK-Vorstandsmitglieder im Überblick:

Präsident: Christian Berger

Vizepräsident: Dr. Rüdiger Schott

Beisitzer: Prof. Dr. Christoph Benz, Dr. Silvia Morneburg, Dr. Christian Öttl, Dr. Jürgen Welsch

Dem Vorstand gehören als geborene Mitglieder die Vorsitzenden der acht Zahnärztlichen Bezirksverbände in Bayern — davon vier freiverbandlich geführt — und ein Vertreter der Hochschullehrer an.

„Große Koalition“ aus FVDZ und ZZB

Christian Berger hat viel Erfahrung in der Kammerarbeit. Angefangen als Referent für Öffentlichkeitsarbeit war er seit 2002 Vizepräsident der BLZK und betreute in den vergangenen acht Jahren das Referat für postgraduierte Fort- und Weiterbildung sowie den bayerischen Zahnärztetag. Berger steht für einen liberalen Kurs in der Kammerarbeit. Sein Credo: Freiräume für die Praxen erhalten, Bürokratie weitgehend verhindern.

Im Vorfeld der konstituierenden Vollversammlung der BLZK hatten sich die Spitzenvertreter der beiden großen Fraktionen auf Initiative des FVDZ-Landesvorstandes mehrfach zu Gesprächen getroffen. Der FVDZ besitzt zwar die absolute Mehrheit in der neuen Kammer-VV, Christian Berger hatte Zukunft Zahnärzte Bayern (ZZB) jedoch mehrfach signalisiert, die erfolgreiche Arbeit der „Großen Koalition“ im Kammervorstand aus FVDZ und ZZB fortführen zu wollen. Damit soll verhindert werden, dass es zu einer Alleinregierung wie in der Vertreterversammlung der Kassenzahnärztlichen Vereinigung Bayerns kommt, wo mit einer knappen 13:11-Mehrheit von ZZB alle wichtigen Entscheidungen beschlossen werden, ohne die Opposition einzubeziehen. Bestes Beispiel ist der beschlossene Bau von 106 Mietwohnungen auf dem Gelände des Zahnärztehauses. Der FVDZ Bayern hat Wort gehalten und neben Prof. Dr. Christoph Benz und Dr. Martin Schubert mehrere Mitglieder von ZZB in die künftige Arbeit von Vollversammlung und Vorstand der BLZK integriert.

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© Springer-Verlag 2015

Authors and Affiliations

  • Anita Wuttke
    • 1
  1. 1.

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